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21. September 2015

Zeigt her, eure Beisserchen!

Tout Hollywood steht momentan auf ultrakünstliches, grelles Weiss. Wir Schweizer lachen lieber mit natürlich hellen Zähnen.

Frau zeigt  weisse Zähne
Ultragrelles Weiss à la Hollywood. (Bild: Getty Images)

Wenn auf den Laufstegen die Rocksäume mal länger, breiter oder kürzer werden und die Modefarben wechseln wie die Herbstblätter, spricht man von Trends. Sie kommen und gehen. Im Unterschied zur Schnelllebigkeit in der Mode verhalten sich die Tendenzen in der Beauty-Industrie träger und langfristiger.

Bei den Zähnen ist es ähnlich. Die Natürlichkeit steht im Zentrum. Und dort bleibt sie auch noch in den nächsten Jahren, zumindest in der Schweiz. So sollten Zähne in der natürlichen Mischung strahlend weiss sein – und ja nicht allzu hell à la Hollywood! Hier sind die Schweizer im internationalen Vergleich zurückhaltend. «Eine konfektionierte, ultraweisse Zahnreihe wird hierzulande ganz selten verlangt», sagt Sandra Dieter, Zahnärztin in Winterthur. Häufig sei es sogar im Interesse des Patienten, dass wir «Rekonstruktionen anfertigen, die Ecken und Kanten haben und sich damit natürlich in die vorhandene Mundsituation einfügen», so Dieter.

Als Prophylaxe empfohlen

Im Gegensatz zu den Japanerinnen, wo trendvernarrte Girls dem Yaeba-Look huldigen: Die Zähne werden gekrümmt, damit sie den Girls ein kindliches Aussehen verpassen. Undenkbar bei uns. Es mag am Pragmatismus der Schweizer Kunden liegen, dass sie nicht jedem Hype trauen und sich lieber praktische Produkte wünschen, die sie leicht in ihr tägliches Zahnpflegeritual zu Hause einbauen können. Der Erfolg sogenannter Home-use-Produkte ist nicht umsonst so gross: Sie werden von Profis entwickelt, sind aber für den Heimgebrauch bestimmt. Und sie werden von den Zahnärzten sogar als Prophylaxe empfohlen. Entsprechend gut informiert kann der Kunde zu Hause damit hantieren: von leistungsstarken Mundspülungen, Whitening-Produkten, zahnfleischschützenden Fluids bis hin zu High-Tech-Zahnbürsten. Nach wie vor zu den Bestsellerprodukten gehören aber die Zahnpasten. Die Mibelle-Gruppe, eine helvetische Pionierin in diesem Bereich, hat vor mittlerweile 50 Jahren die erste Zahnpaste entwickelt, seither gibt es in der Candida-Palette diverse Modelle.

Die Frage ist nun bloss: Welcher Zahnpasta-Typ sind Sie? Die Antwort finden Sie rechts.

Autor: Martina Bortolani