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25. August 2014

Yannick Aellen im Porträt

Er ist die Schweizer Beteiligung der TV-Sendung «Germany’s next Topmodel». Der Berner sucht die Kandidatinnen für Heidi Klum aus. Auch sonst hat der Gründer der Mode Suisse, einer Plattform für Modeschöpfer, viel auf dem Nähpult.

Wieso leben Sie in Zürich?

Zürich ist eine tolle Stadt. Hier habe ich trotz vielen Reisen seit über zehn Jahren meinen Lebensmittelpunkt. Zudem leben einige meiner liebsten Freunde ganz in der Nähe.

Mein Rückzugsort

«Am Ufer der Limmat fühle ich mich sehr wohl. Wann immer ich Zeit habe, jogge ich dem Fluss entlang oder entspanne im Café Sphères.»

Wie viele Wochen im Jahr sind sie unterwegs?

Sechs bis acht Monate im Jahr bin ich in Zürich, die restliche Zeit davon unterwegs. Als nächstes reise ich zu den Fashion Weeks in London und Paris.

Wo würden Sie gerne leben?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Paris und London sind meine absoluten Lieblingsstädte und bilden mit Zürich mein «Bermudadreieck». Ich brauche aber einen Fluchtort, wenns mir in der Schweiz zu eng wird und werde mir deshalb eine Zweitwohnung in der englischen Metropole suchen.

Beruf und Lebenslauf

Aufgewachsen in Steffisburg BE zog ich als 20-Jähriger nach Paris und arbeitete für eine Modelagentur als Booker. Anschliessend war ich für die Gwand in Luzern tätig, machte mich 2003 als Showproduzent und Castingdirector selbständig und studierte parallel Musik in Liverpool. Seit über zwei Jahren bin ich ausserdem als Gründer und Organisator von Mode Suisse, einer Veranstaltung für junge Schweizer Modedesigner, aktiv.

Meine Lieblingsblume

«Ich mag Blumen sehr gerne und stelle sie überall in meiner Wohnung auf. Am schönsten finde ich farbenfrohe Tulpen.»

Meine Wunschferien

Es klingt etwas retro und passé, aber ich würde tatsächlich gern einen Road Trip durch Nordamerika machen, von Montreal bis Los Angeles. Das wärs!

Mein Kaufrausch

Für Kleider und Schuhe gebe ich viel Geld aus. Da ich am liebsten Schweizer Designer kaufe, kosten sie manchmal etwas mehr.

Meine Mitbewohnerin

«Seit zwei Jahren lebe ich mit meiner lieben Freundin Beatriz Würsch (50) in einer Wohngemeinschaft. Sie ist eine wunderbare Köchin, wir essen und diskutieren viel oder laden gerne Freunde ein.»

Was ich an mir mag

Meine Flexibilität und meine sprachliche Anpassungsfähigkeit. Bilingue aufgewachsen, spreche ich neben Deutsch und Französisch auch Englisch und etwas Spanisch und Portugiesisch.

Was ich an mir nicht mag

Meine sportliche Inkonsequenz. Ich würde gern öfter joggen und mit Yoga beginnen. Aber es kommt immer was dazwischen.

Meine Entdeckung

Einen guten Riecher zu haben gehört zu meinem Beruf. Als sie 13 war, entdeckte ich Kerstin Cook, die spätere Miss Schweiz, am Bahnhof Luzern.

Meine Musik

Derzeit höre ich Beth Gibbons wieder rauf und runter. Ihr Album «Out of Season» ist die grossartigste Platte ever.

Meine Lektüre

«Aktuell liegt die Biografie meiner Freundin Christa de Carouge auf dem Nachtisch. Sie ist eine beeindruckende Frau mit einer tollen Modegeschichte. Schade hat sie aufgehört.»

Mein Lieblingsprodukt

«Engagement Migros, ein Förderfonds der Migros-Gruppe unterstützt meine Modeplattform für Schweizer Designer und ist ein wichtiger Partner.»

Meine Mode

«Der Pulli stammt vom Berner Designer Adrian Reber. Ich unterstütze liebend gerne einheimische Modeschöpfer und kaufe äusserst selten Stangenware.»

Mein Model

«Luisa Hartema (19) wählte ich an einem Casting in Bremen aus. Sie gewann ‹Germany’s Next Topmodel› im Jahr 2012 und lief seither an der Mode Suisse in Genf und Zürich. Sie trägt Laend Phuengkit.»

Mein Job in Deutschland

«Während fünf bis sechs Wochen im Jahr reise ich quer durch Deutschland und suche die Kandidatinnen für Heidi Klums «Germany’s next Topmodel». Auch während die Show läuft, werde ich teilweise als Berater hinzugezogen. Ein toller Job, der mir Spass macht. Aber es bleibt ein Reality-TV-Format, das mit der reellen Modebranche nur wenig zu tun hat.»

Autor: Reto Vogt

Fotograf: Jorma Müller