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21. Oktober 2013

WLAHM im Zug

Schlafen statt Surfen
Bei solchen Internetverbindungen im Zug machen Pendler lieber ein Schläfchen statt zu surfen (Bild: Getty Images).

Die SBB wollen viele Schweizer Bahnhöfe mit schnellen W-Lan-Hotspots ausstatten, damit die Kunden ihre Wartezeit mit Internetsurfen überbrücken können. Sicherlich keine schlechte Idee, nur: Dort gibts bereits entsprechende Zugänge von Swisscom. Darüber hinaus liefern die Antennen aller Anbieter zu den meisten Tages- und Nachtzeiten genügend Bandbreite für Passanten. Das weitaus grössere Ärgernis ist dagegen die Abdeckung in den Zügen selbst. Besonders auf ausgelasteten Strecken klappt sogar der Aufruf einer simplen Website nicht mehr. Schuld daran ist unter anderem die Strahlenschutz-Verordnung des Bundes, die einiges strenger formuliert ist als ausländische Pendants. Auch SBB sowie Orange, Sunrise und Swisscom scheinen das Problem nicht wirklich lösen zu können: Während W-Lan-Hotspots im Zug ausserhalb der Schweiz, besonders in osteuropäischen Staaten, längst Standard sind, fristen Züge hierzulande internettechnisch ein lahmes Dasein. Nur Schritt für Schritt beginnen die Bundesbahnen, ihr Rollmaterial wenigstens mit Verstärkern auszurüsten, die das Mobilfunksignal besser ins Wageninnere tragen und gemäss persönlichen Tests tatsächlich für schnellere Verbindungen sorgen. Immerhin, aber die beste Lösung ist das nicht. Erst die Kombination aus schnellen LTE-Routern innerhalb des Zugs mit mehreren externen Antennen bietet genügend Tempo für alle Reisenden. Bis dahin hilft nur eines: möglichst weit vorne sitzen! So bucht sich Ihr Handy immer als Erstes bei der nächsten Antenne ein, und Sie surfen automatisch schneller.

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Autor: Reto Vogt