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21. März 2016

Die Steuern sinken

Wir zahlen immer mehr Steuern – denken wir. Doch das ist falsch. Lesen Sie, warum uns die Steuererklärung vielmehr erfreuen sollte.

So stark sind die Steuern gesunken
So stark sind die Steuern gesunken: Entwicklung der Steuerbelastung von 2004 bis 2014 inklusive Teuerungsausgleich auf dem Lohn. Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuern für ein verheiratetes Paar ohne Kinder bei einem aktuellen Bruttoeinkommen von 100'000 Franken. / Quelle: ESTV

Wenn Sie diese Zeilen gelesen haben, werden Sie Ihre Steuererklärung hoffentlich mit einem heiteren Lächeln ausfüllen.
Die grosse Mehrheit hat guten Grund dazu: Ihre Steuerrechnung ist in den letzten zehn Jahren stark gesunken, wie unsere Auswertung zeigt. Dieses Resultat widerspricht dem landläufigen Klischee, wonach wir dem Fiskus ständig mehr Geld abliefern müssen.

Wie sich die Steuerlast seit 2004 entwickelt hat, können Sie der Grafik (oben) entnehmen: In Zug, Genf, den beiden Basler Kantonen sowie Obwalden ist sie um eindrückliche 20 bis 40 Prozent zurückgegangen. Einzig in Bern und Aarau muss der Steuerzahler tiefer in die Tasche greifen als vor zehn Jahren. Diese Zahlen beziehen sich auf ein verheiratetes Paar ohne Kinder mit einem Bruttoeinkommen von aktuell 100'000 Franken. Wichtig: In der Berechnung ist auch der Lohnanstieg in dieser Periode als Ausgleich zur Teuerung berücksichtigt.

Was die Grafik ebenfalls zeigt: Die Kantone mit einer hohen Steuerlast haben die Tarife in der Regel deutlich weniger gesenkt. Somit haben sich die Differenzen zwischen den steuergünstigen und den teuren Orten in der letzten Dekade stark vergrössert. In unserem Beispiel bezahlt das Paar in Zug 3000 Franken, in Neuenburg dagegen 12'600 Franken.

Die zunehmenden Gegensätze zwischen den Kantonen sorgen dafür, dass die Steuern – trotz der insgesamt tieferen Belastung – zu mehr Verdruss führen. Vor allem das Dickicht bei den Abzügen wird immer verworrener und unübersichtlicher, weil jeder Kanton seine eigenen Bedingungen und Limits setzt. Dabei erreicht die Summe dieser Steuerabzüge rund 10 Milliarden Franken pro Jahr.

Um Ihnen manchen Ärger beim Ausfüllen der Steuererklärung zu ersparen, haben wir im Internet auf http://blog.migrosbank.ch ein nütz­liches Dossier mit 5 x 10 Steuertipps zusammengetragen.
«Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: der Tod und die Steuern», lautet ein geflügeltes Wort des Staatsmanns Benjamin Franklin. Hinzufügen möchte ich: Doch wenigstens können wir bei den Steuern selber beeinflussen, wie kurz und schmerzlos die Angelegenheit vonstatten geht. 

Aktuell auf http://blog.migrosbank.ch: 5 x 10 Tipps für Ihre Steuern

Autor: Albert Steck