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21. Juli 2014

Zu Tapas und Fado-Musik nach Lissabon!

Mitte Mai 2014 wurde der Mercado da Ribeira in Lissabon mit einem neuen Konzept eröffnet. Allein deswegen lohnt sich eine Reise nach Lissabon. Die Bildstrecke zu meiner Reise finden Sie oben.

Er nennt sich Mercado da Ribeira und befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Cais do Sodré. Mitte Mai 2014 wurde dort neben der Markthalle ein Gebäude eröffnet, wo man an diversen Ständen portugiesische Tapas und Weine bestellen und mitten im Raum, an langen Holztischen, geniessen kann. Allein deswegen lohnt sich eine Reise nach Lissabon – das Konzept ist in dieser Vielfalt europaweit einmalig (Öffnungszeiten: So.–Mi. 10 bis 23 Uhr, Do.–Sa. 10 bis 2 Uhr morgens, mit kostenlosem Wi-Fi!). Cais do Sodré ist übrigens ein idealer Ausgangspunkt, um sich ins Nachtleben zu stürzen.

Die neueste Attraktion von Lissabon: der Ribeira-Markt mit unzähligen Tapas-Möglichkeiten.

Den malerischsten Blick auf den Stadtteil Alfama, den schönsten der portugiesischen Hauptstadt, hat man von der Terrasse des Largo das Portas do Sol. Von dort lohnt sich ein Bummel hinunter zum Fluss Tejo – durch Gässchen und vorbei an weiss getünchten Häusern. In Alfama ist die Konzentration von Fado-Lokalen besonders hoch, wobei sich viele als Touristenfallen mit fadem und überteuertem Essen entpuppen. Insgesamt gibt es in Lissabon gut 20 «Casas de Fado». Mein Tipp: Senhor Vinho. Alles über die Fado-Musik im Museu do Fado am Fluss Tejo ebenfalls in Alfama (Eintritt 5 Euro, Infos unter www.museudofado.pt).

Die wichtigsten Attraktionen: Stadtteil Belém mit dem gleichnamigen Turm am Tejo, dem Hieronymitenkloster (Unesco-Welterbe) sowie dem Denkmal der Entdeckungen, Aussicht vom Castelo de São Jorge, Fahrt mit dem 112 Jahre alten Lift von Santa Justa, der vom Largo do Carmo im Altstadtviertel Chiado zur Rua (Strasse) do Ouro in Baixa fährt, oder den Standseilbahnen Ascensor da Glória, do Lavra oder da Bica. Sie sind alle zwischen 1884 bis 1892 erstellt worden. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Tramlinie 28, die vom Quartier Baixa über Alfama, Graça, bis nach Sao Bento und Lapa fährt. Die Trams sind meist übervoll, rütteln und zuckeln und ächzen die steilen Hügel hoch (Lissabon wurde auf sieben Hügeln erbaut).

Das Restaurant Taberna Moderna im Stadtteil Alfama interpretiert die portugiesische Küche neu.
Das Restaurant Taberna Moderna im Stadtteil Alfama interpretiert die portugiesische Küche neu.

Die besten Adressen: Via Graça (Rua Damasceno, Monteiro 9B, Tel. 00351 218 870 830, www.viagraca.com, etwas verstecktes Restaurant abseits der Touristenströme, hoch über Lissabon im Graça-Viertel, gepflegte portugiesische Küche zu gehobenen, aber fairen Preisen), Taberna Moderna (Rua dos Bacalhoeiros 18, Tel. 00351 218 865 039, facebook.com/taberna.moderna, wie es der Name sagt modernes Lokal, zum Apéro stehen 60 Ginsorten zur Auswahl, danach portugiesische Fisch- und Fleischgerichte), Loja das Conservas (Rua do Arsenal 130, Liebhaber von Sardinen in Konserven kommen hier auf ihre Rechnung), The Old Pharmacy (Rua Diário de Notícias 73, stimmige Weinbar im Bairro Alto), Lux (Avenida Infante Dom Henrique, Tel. 00351 21 882 08 90, luxfragil.com, seit Jahren der populärste Nachtclub, Mitbesitzer ist Oscar-Preisträger John Malkovich).

Autor: Reto E. Wild

Fotograf: Reto E. Wild