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30. Dezember 2013

Wild auf 2014

Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger freut sich auf stille Momente in seinem Jagdrevier. Andere Schweizer Prominente sehnen sich nach dem Sommer oder fiebern dem ersten Geburtstag der Tochter entgegen. Das neue Jahr kann kommen.

2014 Neujahrsfeuerwerk. Silvester 2014
Was nehmen Sie sich für 2014 vor? Und welchen guten Vorsatz des letzten Jahres haben Sie eingehalten?

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Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger freut sich auf stille Momente in seinem Jagdrevier. (Bild: Christian Schnur)

Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger (63)

Mein Präsidialjahr wird arbeitsreich und interessant. Die spärlich bemessene Freizeit werde ich bewusst nutzen und oft in mein geliebtes Jagdrevier Bramboden gehen. Hier, im Napfbergland, in Gottes freier Natur, kann ich den Kopf auslüften und auftanken. Dabei freue ich mich besonders an den Gämsen, Rehen, Hasen und Füchsen, die mir hoffentlich zahlreich vor die Augen – nicht vor die Flinte – treten. Was gibt es Schöneres, als an einem Frühlingsmorgen der Natur zu lauschen. Die Nacht weicht langsam der Dämmerung, der Tag erwacht. Im Wald beginnt das vielstimmige Konzert der Vögel, im Osten färbt sich der Himmel gelbrot. Ich verweile, halte inne, schnaufe tief durch und bin glücklich.

Nayla Hayek freut sich darüber, die Kinder in ihrer Familie aufwachsen zu sehen.

Wirtschaftsführerin Nayla Hayek (62)

Ich freue mich auf ein sonniges neues Jahr mit Swatch Group und unseren Mitarbeitenden. Darauf, auch 2014 in einer Schweiz zu leben und zu arbeiten, die hoffentlich so bleibt, wie sie ist – manchmal bedächtig, immer kreativ, zuweilen widersprüchlich; liebenswert. Eine besondere Freude ist es für mich, die Kinder in meiner Familie aufwachsen zu sehen. Für sie und alle Kinder dieser Welt wünsche ich mir ruhigere, friedlichere Zeiten. Sie sind unsere Zukunft, in der Schweiz und überall. Sie sollen im Fokus stehen – ihnen müssen wir Perspektiven geben, damit die Welt morgen so aussieht, wie wir es uns heute wünschen. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf die Tage, die ich mit der Familie verbringen kann – und mit meinen Pferden!

Designer Alfredo Häberli mit Schal
Designer Alfredo Häberli freut sich auf seinen 50. Geburtstag im kommenden Jahr. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Designer Alfredo Häberli (49)

Sie huschen, sie fliegen, sie rasen vorbei. Die Stunden, Monate, Jahre. Es ist unfassbar, wie schnell die Zeit vorbeigeht. Und noch unglaublicher ist, dass ich mich auf meinen 50. Geburtstag im kommenden Jahr freue. Was ich machen werde, ist noch nicht entschieden. Ein riesig grosses Fest? Oder lieber mehrmals mit meinen Freunden und meiner Familie, aber in einer kleineren Gruppe, ausgehen? Auf einer Trauminsel feiern? 50 Tage lang? Auf Capri und in der Villa Malaparte wohnen? Am schönsten Rennen der Welt – der Mille Miglia – teilnehmen?

Es gibt viele Projekte, viele Gedanken, auf die ich mich im kommenden Jahr freue. Aber ganz im Innern freue ich mich darauf, mir Zeit zu schenken, um an einem Kinderbuch zu arbeiten. Die Idee wurde vor geraumer Zeit geboren. Die Zeit habe ich mir noch nicht genommen. Diese Zeit ist vorerst meine Zeit. Und wenn es dann fertig ist, dieses Kinderbuch, dann sollte ­diese Zeit für alle zugänglich sein. Dafür gibt es keine Eile, nur Zeit.

Schriftsteller Stephan Pörtner mit einem kleinen Kuchen mit einer Kerze in der Hand.
Schriftsteller Stephan Pörtner freut sich auf den ersten Geburtstag seiner Tochter. (Bild: Christian Schnur)

Schriftsteller Stephan Pörtner (48)

Mein wichtigstes Ereignis im nächsten Jahr wird der erste Geburtstag meiner Tochter sein. Sie ist mein erstes Kind. Sie wird bis dahin mein Leben enorm verändert haben. Dieser Tag markiert das erste Jahr unseres gemeinsamen Wegs. Ich bin nicht mehr jung und werde mir meiner Sterblichkeit bewusst sein und hoffen, noch möglichst viele ihrer Geburtstage erleben zu dürfen, auch dann noch, wenn sie mich nicht mehr braucht und vielleicht innerlich seufzt, wenn ich am Morgen anrufe. An diesem Tag werden viele Menschen auf der ganzen Welt den ersten Geburtstag ihres Kindes feiern. Für alle anderen wird es ein ganz normaler Tag sein.

Rapperin Steff la Cheffe freut sich auf den Sommer. (Bild Keystone/René Ruis)

Rapperin Steff la Cheffe (26)

Ich bin ein absoluter Gfrörli. Darum freue ich mich auf den Sommer, wenn dieses menschenfeindliche Wetter endlich wieder vorbei ist. In der warmen Jahreszeit halte ich mich am liebsten auf meiner Dachterrasse in der Berner Altstadt auf. An heissen Sommerabenden kommt dort richtig mediterrane Stimmung auf. In diesem Jahr werde ich dieses Ambiente besonders geniessen. Im Sommer 2014 werde ich mehr als anderthalb Jahre mit meinem zweiten Album unterwegs gewesen sein. Dann mach ich mal eine Pause –und überlege mir, was als Nächstes kommen könnte.

Spitzenköchin Tanja Grandits freut sich auf eine Japanreise. (Bild: ExPress/Patrick Gutenberg)

Spitzenköchin Tanja Grandits (43)

Im kommenden Jahr reise ich nach Japan. Da wollte ich schon lange mal hin. Ich bin ein grosser Fan des japanischen Ästhetikonzepts «Wabi-Sabi». Es steht für eine naturbelassene Schönheit, die oft von einer herben Schlichtheit ist und sich auch beim Essen und Trinken manifestiert – zum Beispiel bei Teezeremonien.

Schauspieler Daniel Rohr freut sich auf die Zusammenarbeit mit Matthias Brandt und den Berlin Marathon. (Bild: Tanja Dorendorf)

Schauspieler Daniel Rohr (53)

Als Leiter des Theaters Rigiblick freue ich mich, dass wir Matthias Brandt für einen Hitchcock-Abend gewinnen konnten. Der Gewinner des Deutschen Fernsehpreises 2013 wird den Zuschauern mit «Psycho» das Blut in den Adern gefrieren lassen. Ein weiteres Highlight im kommenden Jahr wird der 28. September. Dann starte ich zum dritten Mal am Berlin Marathon. Einmal im Jahr will ich es einfach wissen. Ich freue mich aber nicht nur auf den Wettkampf, sondern auch auf das Training. Ich liebe es, die Jahreszeiten laufend zu erleben.

Medienkünstlerin Chantal Michel freut sich auf ein neues Heim.

Medienkünstlerin Chantal Michel (45)

Schon als Kind baute ich mir unter meinem Schreibtisch mein Haus. Eine Welt, in der ich meine Träume wahr werden liess. Eine Welt, in der alles möglich war. Heute lebe ich in einer ungenutzten Villa. Ich habe sie verwandelt und darin ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Ein Haus voller Visionen, Assoziationen und Entdeckungen. Eigentlich hat sich nicht viel verändert seit meiner Kindheit. Räume sind für mich existenziell. Jetzt muss ich diesen Ort verlassen. Ich wünsche mir ein neues Heim: ein ausgedientes Hotel, eine stillgelegte Fabrik, ein verlassenes Schloss, einfach ein Haus, um meine Projekte weiterzuführen.

Tennisprofi Stan Wawrinka freut sich auf die Auftritte der Schweizer Eishockey-Nati an den Olympischen Spielen in Sotschi. (Bild: Keystone/Bertrand Desprez)

Tennisprofi Stan Wawrinka (28)

Ich freue mich auf die Auftritte der Schweizer Eishockey-Nati an den Olympischen Spielen in Sotschi. Besonders gespannt bin ich auf die Leistungen meines Freundes Roman Josi. Wir waren nach meinem US-Open-Halbfinalmatch im September in New York zusammen essen. Er hatte das Spiel gemeinsam mit Mark Streit besucht. Es ist beeindruckend zu sehen, wie er als junger Spieler bereits in der NHL etabliert ist, und an der Weltmeisterschaft in Stockholm im Mai wurde er sogar als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Die olympische Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes und verbindet Athleten aller Sportarten. Ich liebe es, für mein Land zu spielen und bin auch als Zuschauer sehr leidenschaftlich. Ich werde den Schweizer Eishockey-Spielern aus der Ferne die Daumen drücken, da ich gleichzeitig die Hallenturniere in Rotterdam und Marseille bestreite.

Tagesschausprecherin Cornelia Bösch freut sich auf ein positives Newsjahr und ein tolles Familienleben. (Bild: (Keystone/Rene Ruis)

Tagesschausprecherin Cornelia Bösch (38)

Ich freue mich auf ein tolles Newsjahr, das heisst natürlich – ich hoffe darauf. Ein tolles Newsjahr, das ist aus meiner Sicht ein Jahr ohne viele Katastrophen, ohne viele blutige Kriege, aber mit spannenden Wahlkämpfen, neuen Gesetzen, neuen Anläufen für Friedensabkommen, grossartigen Sportereignissen, Lösungen in lange schwelenden Konflikten. Ich habe halt ein Flair für Wünsche, zu deren Erfüllung ich nicht viel beitragen kann. Ich freue mich genauso auf einen sonnigen Sommer wie auf einen schneereichen Winter.

Persönlich wünsche ich mir ein tolles Familienleben. Die Familie ist für uns alle Dreh- und Angelpunkt, Lebenszentrum, das Wichtigste überhaupt. Da stehen Ereignisse wie ein Umzug an, unser Sohn wird eingeschult, und da mein Mann und ich zusammen Musik machen, freuen wir uns natürlich auf die anstehenden Konzerte. Den einen Wunsch kennen alle berufstätigen Eltern, und der gilt auch fürs neue Jahr: dass man alles prima unter einen Hut bringt und nicht mehrere Hüte braucht.