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23. Januar 2017

Wieso hat die Schweiz kein Fürstenhaus?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen zu aktuellen Themen. Diese Woche will Sarah (10) aus Degersheim SG wissen, wieso die Schweiz kein Fürstenhaus hat.

Wieso hat die Schweiz kein Fürstenhaus?

Auch wenn es in der Schweiz keine Fürsten mehr gibt, so stammen doch wichtige Fürstenhäuser aus der Schweiz: Die Habsburger und die Savoyer lebten hier bis ins 14. Jahrhundert, bevor sie grosse Reiche eroberten. Generell aber interessierten sich die Adeligen nicht gross für die Schweiz, weil sie nur am Rand der einflussreichen Machtgebiete lag. Bis ins vorletzte Jahrhundert war die Schweiz sehr arm, hatte nur wenig zu bieten und war höchstens strategisch von Bedeutung als eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Norden und dem Süden.

Aus diesen Gründen konnten einige Städte ihren eigenen Einfluss stärken und sich in Herrschaftsgebiete aufteilen. Das waren vor ­allem Zürich und Bern, aber auch Luzern und Schwyz. Es wirkte sich auch günstig aus, dass Frankreich und das Deutsche Reich sich meist nicht mit den Eidgenossen anlegen wollten – sie hatten sie nämlich lieber als Kämpfer auf ihrer Seite, und zwar als Söldner. Das heisst, dass sie ihnen einen Lohn zahlten, damit sie im Dienst der fremden Macht in den Krieg zogen. Schweizer Söldner waren im Ausland begehrt, weil sie sehr zähe Kämpfer waren.

Heute ist unser Land für Käse und Schokolade, Uhren und Banken bekannt, also für Genuss, Technik und Geschäftssinn. Das Töten in fremdem Auftrag ist hierzulande zu Recht längst verboten.

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Autor: Gabriela Bonin