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12. September 2016

Wieso gehen so wenige Schweizerinnen und Schweizer abstimmen?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen zu aktuellen Themen. Diese Woche will Noah (15) aus Zürich wissen, wieso so wenige Schweizerinnen und Schweizer abstimmen gehen.

Wieso gehen so wenige Schweizerinnen und Schweizer abstimmen?

Die meisten stimmen durchaus ab – aber nur, wenn sie ein Thema wirklich betrifft oder interessiert. Eine neue Studie zeigt, dass, über einen Zeitraum von 5 Jahren gesehen, nur 10 Prozent der Stimmberechtigten nie abstimmten. Betrachtet man 20 Urnengänge, gehen über 90 Prozent mindestens einmal abstimmen.

Dennoch wäre es stimmiger, wenn mehr Bürger an die Urne gingen – vor allem mehr ­Junge. Gemäs Schätzungen liegt die Betei­ligung junger Erwachsener bei nur 30 Prozent. Bei der Bevölkerungruppe im Alter um die 70 ist sie am grössten.

Wollt ihr Jungen es tatsächlich allein euren Eltern und Grosseltern überlassen, über die Zukunft zu entscheiden? In wenigen Tagen stimmen wir darüber ab, welche AHV-Kosten wir tragen wollen und wieviel staatliche Überwachung es künftig braucht. Da kann ich dir nur wünschen, dass deine bereits stimmberechtigten Kollegen auch ein Wörtchen mitreden.

Die meisten Jungen wollen dies auch tun. Das belegen Studien. Viele geben aber an, dass die Abstimmungsthemen zu kompliziert seien und sie überforderten. Deshalb gibt es Organisationen wie Easyvote, die politische Themen einfach erklären. Easyvote bietet auch eine kostenlose App, inklusive Abstimmungswecker – damit ­keiner den Termin verpennt.

WILLST DU ETWAS WISSEN?

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Für jede publizierte Frage gibt es einen 20-Franken-Gutschein.

Autor: Gabriela Bonin