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27. Februar 2017

Wie Pech und Schwefel

Monica Müller meistert den Alltag mit Kindern meist mit Humor. Oft ist sie auch unschlüssig, wie sie reagieren soll. In der aktuellen Folge von «1, 2 oder 3?» fordert der Grosse weniger elterliche Strenge mit dem Kleinen.

Der grosse Bruder als Beschützer
Der grosse Bruder als Beschützer

Schmeisst der Kleine (1) Dinge vom Tisch, ist das wie ein selbstgezündetes Feuerwerk. «Nein!», rufen wir, als er einen Teller mit Polenta und Poulet gegen die Wand schleudert. Wir zerren ihn aus dem Hochstuhl und setzen ihn mit Nachdruck auf den Boden seines Zimmers.
Während wir die Essensreste von der Wand kratzen, geht der Grosse (6) zum Brüderchen und spielt mit ihm. Dann liest er uns die Leviten: «Ihr seid zu streng. Mein Bruder ist noch ein Baby und kann das nicht verstehen.» Irgendwie süss, denke ich. Dann legt er nach. «Wir zwei werden immer zusammenhalten. Wie Pech und Schwefel.»

Und jetzt, wie weiter?


Wir werden unser Nein wieder sanfter formulieren und stattdessen den Speiseplan dem Wurfbedürfnis des Kleinen anpassen: Weisses, das keine Spuren an der Wand hinterlässt, Klebriges, das am Teller haften bleibt ... (Antwort 1)

Autor: Monica Müller

Illustrationen: Lisa Rock