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15. Mai 2017

Wie heilt der Meniskus?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen. Diese Woche will Melissa (11) aus Andwil TG wissen, wie denn der Meniskus beim menschlichen Knie wieder heil wird.

Wie heilt der Meniskus?

Wenn mit dem Meniskus etwas nicht stimmt, hat man Knieschmerzen und muss allenfalls für einige Zeit an Krücken gehen. Man braucht einen guten Arzt, Geduld und positives Denken. Vielleicht hast du ja deshalb die rosafarbenen Ballons hingemalt? Ja, die Leichtigkeit wünscht man sich, wenn man so herumhumpeln muss.

Der Meniskus sieht aus wie ein Halbmond und fühlt sich an wie ein hartes Gummibärchen, weil er aus elastischem Knorpelgewebe besteht. Er befindet sich im Kniegelenk und dient dort als Pufferzone: Wie ein Kissen kann er Drehungen und Biegungen zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein abfedern.

Die meisten Meniskusprobleme entstehen, weil dieser Knorpel sich mit dem Alter abnützt, nur bei einem von zwölf Patienten ist ein Unfall schuld. Die Behandlung hängt stark vom Schaden ab und davon, wie fit der Patient ist. Notfalls hilft Physiotherapie. Ein Riss im Meniskus lässt sich so «nähen», dass er wieder funktioniert.

Der Arzt kann den Meniskus oder Teile davon entfernen, aber man riskiert dann andere Knieprobleme, etwa Arthrose. Auch künstliche Menisken werden eingesetzt oder solche von Spendern. Gut, dass du ein Lächeln gezeichnet hast. Eine zuversichtliche Haltung fördert die Heilung.

Medizinische Infos über Meniskus und Heilungsmöglichkeiten: www.knie-marathon.de

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Autor: Gabriela Bonin