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24. August 2015

Was tun gegen unerwünschten Klatsch?

Wie geht man mit Klatsch um, den man nicht hören will? Philipp Tingler meint:

Unter der Käseglocke
Unter der Käseglocke: Wenn man den Klatsch nicht mehr aushält ... (Illustration: Andreas Klammt)

«Was ist Klatsch? Nun, ganz grundsätzlich: das Reden über andere Leute in deren Abwesenheit.
Es ist eine Illusion zu glauben, dass irgendjemand nicht klatscht. Falls Sie sich unbehaglich fühlen, wenn über Dritte in deren Abwesenheit gesprochen wird, weil Sie etwa bestimmte Sachen gar nicht hören und wissen wollen – sagen Sie dies einfach. Oder gehen Sie. Oder problematisieren Sie die Richtung des Gesprächs wie folgt: ‹Ich für meinen Teil fange immer an, über andere Leute zu reden, wenn es mir selbst nicht gut geht. Fühlen Sie sich nicht wohl?›

Am besten aber lassen Sie Klatsch einfach Klatsch sein. Wenn Sie mich fragen, ist in unserer digitalen spätmodernen Mediengesellschaft ohnehin nicht Klatsch das Problem, sondern die Langweiligkeit von Pseudoklatsch: zahllose C- und D-Berühmtheiten ruinieren ihren Ruf, bevor sie überhaupt einen haben.»

UND SIE? Worüber klatschen Sie am liebsten?

Autor: Philipp Tingler