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29. August 2016

Wie erklärt man Kindern den Tod?

Der Tod ist ein Tabuthema. Kinder sind voller Leben und das Thema Sterben scheint weit weg. Dennoch ist es wichtig, dass man mit Kinder darüber spricht.

Wie erklärt man Kindern den Tod?

Wie kann man Kindern den Tod erklären? Hier die wichtigsten Tipps:

Den Tod nicht von sich aus zum Thema machen, sondern warten, bis das Kind eine Frage stellt. Zum Beispiel, wenn es auf der Strasse einen toten Regenwurm sieht. Nur darüber sprechen, wenn das Kind es auch möchte und dies durch sein Interesse und seine Fragen zeigt.

Fragen des Kindes ehrlich beantworten. Die Wahrheit kann schmerzhaft sein. Dennoch sollte man sie nicht verheimlichen oder beschönigen. Man tut dem Kind damit keinen Gefallen. Ein Satz wie «Das Grosi ist eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht» kann dazu führen, dass das Kind Angst vor dem Einschlafen bekommt.

Den Tod in altersgerechten Bildern erklären, die das Kind kennt. Unser Nachbar, Herr Friedli, starb an Nierenversagen. Was ist das? Ich erklärte es meinem Sohn so: «Die Nieren sind wie eine Waschmaschine. Sie waschen das Blut sauber. Wenn die Nieren kaputt sind, kann das Blut nicht mehr gewaschen werden. Herr Friedli ist gestorben, weil seine Blutwaschmaschine nicht mehr funktionierte.» Vielleicht war diese Antwort medizinisch nicht ganz korrekt, jedoch für meinen Sohn verständlich und nachvollziehbar.

Kurze, einfache Antworten geben. Immer wieder. Bei Kleinkindern kommt es oft vor, dass sie mehrmals dasselbe fragen. Bleiben Sie geduldig und geben Sie immer wieder dieselbe kurze, einfache Antwort. Dies gibt dem Kind Sicherheit.

Zugeben, wenn man etwas nicht weiss. Der Tod wirft viele Fragen auf, die auch Erwachsene nicht immer beantworten können. Das ist okay. Geben Sie dem Kind zu verstehen, dass Sie auch nicht alles wissen. Und präsentieren Sie Ihre eigene Meinung nicht als einzige Wahrheit.

Die Gefühle des Kindes zulassen. Das Kind kann auf den Tod mit Trauer reagieren, aber auch mit Wut oder Angst. Das ist in Ordnung und das sollte man dem Kind zu spüren geben. Auch die eigenen Gefühle darf man zulassen und zeigen. Dem Kind kann es helfen, wenn man seine Gefühle benennt und spiegelt.

Den Kreis des Lebens in der Natur aufzeigen. Die Natur bietet viele schöne Möglichkeiten, um die Vergänglichkeit und den Tod verständlich zu machen. Zeigen Sie Ihrem Kind unterwegs lebende und tote Schnecken. Oder beobachten Sie gemeinsam spriessende Blumen im Frühling und verwelkende Blätter im Herbst.

Besorgen Sie Bücher zum Thema Tod. Ein sehr offenes und sogar unterhaltsames Kinderbuch ist «Und was kommt dann?» von Pernilla Stalfelt. Es ist sehr ungewöhnlich und vielleicht weniger geeignet, wenn kürzlich Angehörige verstorben sind. In diesem Fall empfehle ich «Der Tod auf dem Apfelbaum» von Kathrin Schärer. Falls ein Haustier gestorben ist oder eingeschläfert werden muss, ist «Adieu, Herr Muffin» sehr passend.

Auch bei Fragen zum Umgang mit dem Tod: Der Life Coach der Basler

Autor: Advertorial