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20. Juni 2016

Papa auf dem Skateboard

Mann (54), berufsjugendlich, sucht ... seinen Lifestyle. Migrosmagazin.ch nennt fünf Punkte, die beim Versuch, jung zu bleiben, daneben gehen können. Rechts finden Sie die Tipps für alternde Frauen («In Würde altern»).

Mann auf dem Skateboard
Geht das überhaupt noch? Ein Mann jenseits seiner 20er auf dem Skateboard. (Bild: Keystone)

Sie fahren Rollbrett, tragen tief sitzende Surfer-Badehosen und die gleichen Turnschuhe wie ihre Söhne im Teenageralter. Die ewig jung gebliebenen Papis stehen auch gern mit den Jungen auf dem Sprungturm in der Badi.
So, wie es Frauen gibt, die immer etwas angestrengt aussehen im Umgang mit dem natürlichen Alterungsprozess, so gibt es auch das männliche Pendant, den Berufsjugendlichen. Er wirkt so, als hätte er mit 30 aufgehört, über Attitüden, Accessoires und andere Angewohnheiten nachzudenken.

Fünf Dinge, die nur bis 25 gehen:

1. Skate- oder kickboarden

Dazu gehören verschwitzte Baseballkappen, tief sitzende Hosen, Turnschuhe und ein portables Soundsystem, aus dem Hip-Hop-Töne pumpen.
Ein klassisches Samstagnachmittagsprogramm von Halbstarken. Die lassen Dampf ab, indem sie in Halfpipes rumschrammen. Väter sollten solche Zonen konsequent meiden. Schon ihrem Sohn zuliebe.
Bitte auch nicht mit dem Skateboard zur Arbeit fahren. Und schon gar nicht mit dem Kickboard.

2. Haare färben

Geht eigentlich gar nie, auch nicht als blutjunger Mann. Erst recht nicht, wenn ein Herr in die Jahre kommt. Graue Haare stehen nämlich den meisten Männern. Wer sie färbt, um damit jünger zu wirken, überlegt falsch. Gefärbte Haare an Männern erkennt man immer als solche und darum: Finger weg!

3. Sauftouren mit Freunden

Mal ernsthaft: Wer macht als 50-Jähriger mit seinen besten Freunden ab, um sich «wieder mal richtig einen hinter die Binde zu kippen»? Wirkt, als würde man vergessen wollen, dass das Leben manchmal eine Faust hat.
Sehr unsouverän. Viel sexier finden Frauen, wenn sich der Mann so verabschiedet: «Wir gehen ein paar Stunden in die Natur und reden wieder mal über alles, was uns so bewegt.»

4. Surferbadehosen und Lederarmbänder

Lifestyle à la australische Beachboys. Gut und recht, wenn das 20-jährige Beachboys sind. Männer, die in der Seebadi mit Hawaii-Badehosen und Haifischzähnen auf der Brust mit ihren Kleinkindern spielen, wirken angestrengt.

5. Mit der Tochter an ein Konzert eines Popsternchens

Nein, weil man da nicht wegen der Tochter hingeht, sondern wegen des Popsternchens. Und das geht jenseits der 25er-Grenze nie ganz auf, denn an der guten Musik kann es nun wirklich nicht liegen, oder?

Autor: Martina Bortolani