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17. Dezember 2012

Wenn Anrufe nerven

Ein neues Gerät blockiert automatisch unerwünschte und anonyme Werbeanrufe.

Anrufe von Marketingfirmen

Überfälle im trauten Heim: Anrufe von Marketingfirmen machen selten Freude. (Illustration: Nicolas Bischof)

Gewinnversprechen, nächtliche Werbeanrufe oder Telefonmarketing trotz Sternchen im Telefonbuch: Unliebsame Anrufe zu Werbezwecken können ganz schön nerven. Ein Mittel, solche Anrufe zu blockieren, bietet die kleine, ab Februar erhältliche Box namens Katia (Kit anti téléphones indésirables automatisé). Das Gerät wird vom Westschweizer Konsumentenschutz (FRC) und der Waadtländer Firma Yoocos lanciert. Bestellt werden kann es unter: www.frc.ch/katia. Ist Katia mit dem Festnetztelefon verbunden, sperrt es unliebsame Anrufe automatisch nach zweimaligem Klingeln. Die anrufende Person wird informiert, dass der Anruf unerwünscht ist. Das Gerät zum Preis von 119 Franken erkennt rund 2000 einschlägige Telefonnummern, welche die drei Schweizer Konsumentenorganisationen gesammelt haben. Die Nummern werden regelmässig kostenlos via Internet oder Telefonleitung aktualisiert.

Als Katia-Besitzer hat man die Möglichkeit, individuell auch andere Nummern von unliebsamen Anrufern zu sperren oder neue Nummern der Organisation zu melden. Auch anonyme Nummern können gesperrt werden. Dies kann entweder direkt nach einem Anruf am Gerät erfolgen oder per Anruf bei Yoocos.

Die Deutschschweizer Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) vertreibt die Box nicht, gibt auf ihrer Website (www.konsumentenschutz.ch) aber Tipps gegen unliebsame Anrufe. So wird erklärt, wie man im Telefonbuch einen Sterneintrag vornimmt, der sagt, dass man keine Werbeanrufe wünscht. Oder wie man per Tastenkombination auf dem Telefon anonyme Anrufe sperrt. Achtung: Blockiert man die anonymen Nummern, werden eventuell auch erwünschte Anrufe geblockt. Weiter führt die SKS Festnetztelefone oder kombinierte Telefon-Router-Geräte wie die FritzBox auf, die unerwünschte Nummern ebenfalls sperren können.

www.frc.ch/katia

www.konsumentenschutz.ch

Autor: Felix Raymann