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23. Januar 2017

Die Expertin des Teilens

Die Historikerin Luise Tremel beobachtet das Konsumverhalten unserer Gesellschaft mit Sorge: «Die Welt wird immer käuflicher». Von den neuen Angeboten der Sharing Economy wie Airbnb oder Uber hält sie wenig – umso besser findet sie die klassische Form des Teilens. Ein Gespräch über den Konsum, Utopien für eine bessere Welt und die Befürchtung, dass der wohlhabende Westen schon bald eine abgeschottete Zone sein wird.

Luise Tremel
Luise Tremel kauft nur selten neue Dinge und tauscht stattdessen im Freundeskreis.

Luise Tremel, Sharing Economy klingt so schön alternativ. Aber ändert es irgendwas an Konsum und Kapitalismus?

Ja, Unternehmen wie Airbnb und Uber ermöglichen noch einfacheren und noch schnelleren Konsum. So wie man beim Textildiscounter Primark für zwei Euro ein T-Shirt kaufen kann, lässt man sich schnell mal für einen niedrigen Preis von A nach B fahren. Das führt zu einer stark beschleunigten Dienstleistungswirtschaft, die auf Privatpersonen zugreift, die vorher nicht unbedingt Teil des Markts waren. Der Sharing-Aspekt ist gering, man nutzt halt einfach Gegenstände von Privatpersonen.

Da werden also Lebensbereiche kommerzialisiert, die das bisher nicht waren?

Wohnungen zum Beispiel. Das waren früher Räume, in die ein Mieter oder Besitzer ­gelegentlich Menschen eingeladen hat, die dafür nicht bezahlt haben – sie waren dem Markt entzogen. Heute kann er sich überlegen, ob er die Wohnung ungenutzt leer stehen lassen will, wenn er selbst nicht da ist, oder ob er einen Fremden gegen Bezahlung dort wohnen lassen will. Aber was passiert, wenn eine gute Freundin ihn fragt, ob sie die Wohnung in der Zeit nutzen darf? Muss sie dann bezahlen oder nicht? Oder ein bisschen weniger als der Fremde? Vorher stellten sich solche Fragen gar nicht. Für Reisende wiederum ist gegen Geld etwas verfügbar geworden, das es bisher nicht war. Eine coole Wohnung in Kreuzberg oder Brooklyn zum Beispiel, also in Quartieren beliebter Städte, in denen es bisher keine oder kaum Hotels gab. Ich glaube, das verändert im Kopf was – egal, ob man etwas anzubieten hat oder auf etwas zugreift.

Nämlich?

Die Welt wird immer käuflicher, die Gesellschaft immer mehr von Konsum geprägt. Dabei schaut jeder immer für sich, für den eigenen Profit, als Nutzerin wie als Anbieter. Dagegen nehmen andere Dinge entsprechend ab – zum Beispiel Interaktionen, die daraus entstehen, wenn man gratis bei Freunden Gastfreundschaft geniesst oder sich als Tramperin von Fremden aus Freundlichkeit mitnehmen lässt.

Es gibt in unserer Zeit viele schädliche Dinge, von denen wir als Einzelne aber ganz klar profitieren. Deshalb ist es so schwierig, davon wegzukommen.

Aber als Konsument ist das doch super. Wir haben mehr Möglichkeiten zu günstigeren Preisen.

Natürlich. Das ist ja das Fatale: Es gibt in unserer Zeit viele schädliche Dinge, von denen wir als Einzelne aber ganz klar profitieren. Deshalb ist es so schwierig, davon wegzukommen. Ein eigenes Auto, das vor der Tür jederzeit zur Verfügung steht, ist viel bequemer, als zur Strassenbahn laufen zu müssen, die möglicherweise völlig überfüllt ist. Aber wenn alle ein Auto haben, dann sind die Strassen verstopft, ist die Luft verschmutzt, müssen wir nach Öl bohren und viele Ressourcen übernutzen. Unsere Art der Mobilität, der Landwirtschaft, der Kleidungsproduktion ist ein Problem, auch wenn sich all das für den einzelnen Konsumenten erst mal fantastisch anfühlt.

Auch als Angestellte einiger dieser Sharing-Firmen ist es meist weniger toll.

Viele der Dienstleister in diesem Bereich sind ja noch nicht mal angestellt, sondern quasi Einzelunternehmer in der Vermarktung der eigenen Ressourcen. Wohin das führt, sieht man an der Musikindustrie, in der dieser Ansatz des Nutzens statt Besitzens wohl am weitesten fortgeschritten ist.

Einige Staaten versuchen nun, diese neuen Unternehmen zu regulieren. Ist das wirklich nötig? Werden dabei nicht gute, kreative Ideen behindert und veraltete Geschäftsmodelle geschützt?

Besser wäre, wenn der Staat sich einmischen würde, um gutes Teilen zu fördern, zum Beispiel indem er die Entwicklung von Genossenschaften in diesem Bereich mit einer Start-Hilfe vereinfacht. Sharing muss ja nicht in den Händen von profitorientierten, global operierenden Unternehmen landen. Wenn deren Aktivitäten destruktiv sind, müssen Sie meiner Ansicht nach aber tatsächlich reguliert werden. Wenn AirBnB die Wohnungspreise auf dem Immobilienmarkt von Metropolen wie London, New York oder auch Berlin zusätzlich in die Höhe treibt, dann muss der Staat darauf reagieren.

Wir haben es in der Hand, diese Entwicklungen zu gestalten, einerseits durch Politik, andererseits als Konsumenten.

Wie wirkt sich dieser neue Sharing-Markt auf die Wirtschaft aus?

Auf dem Arbeitsmarkt verändert sich derzeit sehr viel, nicht nur und nicht hauptsächlich wegen der Sharing Economy. Digitalisierung und Automatisierung werden die Tendenz verstärken, dass geregelte Arbeitsverhältnisse, wie wir sie heute kennen, seltener werden. Weniger gut qualifizierte Menschen werden es in dieser neuen Arbeitswelt immer schwerer haben. Aber wir haben es in der Hand, diese Entwicklungen zu gestalten, einerseits durch die Politik, andererseits aber auch als Konsumentin und Konsument. Wer Airbnb und Uber nutzt, muss sich nicht wundern, wenn das Folgen hat. Genauso wie wir die Wirtschaft beeinflussen, wenn wir uns für Bio- oder Discounter-Lebensmittel entscheiden.

Grundsätzlich sind Sie ja ein Fan des Teilens, richtig?

Absolut, allerdings in einer anderen Definition als der Sharing Economy à la Airbnb. Es gibt viele interessante Projekte, die aber bisher erst kleinere Kreise gezogen haben. Potenzial sehe ich auch für staatliche Infrastrukturmassnahmen, die für eine Gemeinschaft sinnvoll wären. Es könnte in jeder Strasse kommunal finanzierte Teil-Stuben geben, wo zehn Bohrmaschinen, drei Festbänke, ein Dutzend Rollerblades, ein Ständer mit Kleidung, ein Regal mit Büchern zur Verfügung stehen, dazu vielleicht noch ein Kühlschrank, in den man Lebensmittel stellen kann, die ablaufen, bis man aus den Ferien zurück ist. Gleichzeitig könnte so etwas als Raum dienen, in dem man einander begegnen kann.

Sharing Culture zielt nicht auf Profit, sondern fokussiert auf das Sparen von Ressourcen und ermöglicht auch weniger gut situierten Personen Zugang zu Dingen.

Das unterscheidet Sharing Culture von Sharing Economy?

Genau, Sharing Culture zielt nicht auf Profit. Sie fokussiert auf das Sparen von Ressourcen, ermöglicht auch weniger gut situierten Personen Zugang zu Dingen und ermöglicht Begegnungen. Solches Teilen könnte ein Weg sein zu mehr Ökologie, Gerechtigkeit und Gemeinschaft.

Eigentlich müssten wir uns mit Blick auf die wachsende Umweltbelastung ohnehin im Konsumbereich einschränken. Sehen Sie dafür irgendwelche Anzeichen?

Die gibt es schon. Bei «Futurzwei» sammeln wir die Geschichten von idealistischen oder abenteuerlustigen Menschen, die Wege aus den Krisen der Gegenwart suchen und andere Modelle im Konsum- und Produktionsbereich erproben, etwa faire Löhne oder Kreislaufsysteme in der Herstellung. Zum Beispiel gibt es in den Niederlanden ein Konzept, bei dem man nicht Lampen kauft, sondern Licht als Dienstleistung empfängt, wodurch der Lampenhersteller ein grösseres Interesse hat, höchste Qualität und Langlebigkeit sicherzustellen. Oder es gibt Jeans, die mit lebenslanger Reparaturgarantie verkauft werden und entsprechend mehr kosten. Modelle existieren also, die Frage ist, wie man sie massentauglich macht. So lange aber der Konsum-Mainstream so attraktiv bleibt, wie er heute ist, wird das schwierig sein. Es ist auch nicht so, dass die neuen Konzepte zu teuer ­wären – die existierenden sind zu billig.

Die Frage ist doch, worauf wir verzichten, indem wir so leben wie wir es im Westen heute tun.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Weltbevölkerung noch immer wächst und mit steigendem Wohlstand in Entwicklungsländern auch dort eher mehr als weniger konsumiert wird.

Das Ziel müsste sein, dass sie gar nicht erst dahin kommen wollen, wo wir heute sind. Wir im Westen könnten aufzeigen, dass wir in vielerlei Hinsicht einen Schritt zu weit gegangen sind und es für Menschen in ärmeren Ländern besser wäre, wenn sie von Anfang an auf einen guten Umgang mit Ressourcen setzen und nicht den Umweg über unsere Lebensweise machen. Wir werden uns einschränken müssen, sollten jedoch auch an der globalen Diskussion teilnehmen, was Wohlstand heute heissen kann.

«Das Ziel müsste sein, dass die Menschen in den Entwicklungsländern gar nicht erst dahin kommen wollen, wo wir heute sind.»
«Das Ziel müsste sein, dass die Menschen in den Entwicklungsländern gar nicht erst dahin kommen wollen, wo wir heute sind.»

Abbau, Verzicht und Einschränkungen sind aber äussert unpopulär.

Die Frage ist doch, worauf wir verzichten, indem wir so leben wie wir es im Westen heute tun. Mit unserer Art der Erwerbsarbeit verzichten wir auf Zeit, die wir auch besser verbringen könnten. Mit unserer Art der Landwirtschaft verzichten wir darauf, unsere Böden langfristig zu erhalten. Mit unserer Art der Mobilität verzichten wir auf eine intakte Umwelt. Und die Frage ist: Wie können wir uns umorganisieren, damit wir auf diese Dinge nicht mehr verzichten müssen? Dazu kommen soziale Fragen: Wie können wir Strukturen schaffen, in denen zum Beispiel Pensionierte oder Arbeitslose mehr Anerkennung erfahren können? In vielen deutschen Städten gibt es Gemeinschaftsgärten, in denen ältere Frauen aus der Türkei und anderen arabischen Ländern mit ihrem Wissen über Kräuter und Pflanzen sehr gefragt sind – obwohl sie wenig Deutsch sprechen und auf dem regulären Arbeitsmarkt kaum eine Chance haben. Davon profitieren beide Seiten.

In der westlichen Welt schaut man derzeit jedoch nicht hoffnungsvoll nach vorn, sondern klammert sich an das, was man hat. Keine idealen Voraussetzungen für fortschrittliche Veränderungen, oder?

Das einzig Gute, das man in den Krisen sehen kann: Was wir bis vor Kurzem in der westlichen Welt als Normalität erlebt haben, hat wenig motiviert, die Dinge verändern zu wollen. Wir nahmen zwar zur Kenntnis, dass nicht alles gut ist auf der Welt, aber unser Leben fühlte sich in Ordnung an. Je stärker die Schwierigkeiten auch bei uns zu spüren sind, desto eher beschäftigen sich die Menschen damit, was man anders machen könnte als bisher. Es wird einfacher, Risiken einzugehen.

Das wahrscheinlichste Szenario ist leider die Abschottung der wohlhabenden Gesellschaften, die ihre Pfründe retten wollen.

Die primäre Reaktion auf Krisen ist bisher aber die Ablehnung von Veränderung und Unterstützung von Rechtspopulisten.

Krise bedeutet Stress, und oftmals handelt man dann eher aus Angst als wohlüberlegt. Die Stärkung der Rechtspopulisten ist in der Tat beunruhigend. Ich glaube auch nicht, dass eine negative Entwicklung durch den Brexit oder US-Präsident Trump zu einer Läuterung jener Leute führt, die sich für sie entschieden haben. Rationale Überlegungen spielen da keine grosse Rolle. Wir befinden uns im Moment in einer sehr heiklen Situation.

Inwiefern?

Die Fluchtbewegung nach Europa, die wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben, wird nicht nachlassen, denn die politische und wirtschaftliche Lage bleibt in vielen Teilen der Welt instabil. Und je mehr Menschen dank Internet und Smartphones sehen, wie wir in Europa leben, desto mehr werden sich auf den Weg hierher machen. Das wahrscheinlichste Szenario ist leider die Abschottung der wohlhabenden Gesellschaften, die ihre Pfründe retten wollen. Trumps Mauer zu Mexiko klingt absurd, könnte aber Schule machen. Wenn es keine guten globalen Lösungen gibt, dürfte das die Zukunft sein.

«In Lateinamerika sieht man, wie Länder aussehen, die sich gegen Gerechtigkeit für alle entschieden haben, da leben die Eliten schwer bewacht genau hinter solchen Mauern.»
«In Lateinamerika sieht man, wie Länder aussehen, die sich gegen Gerechtigkeit für alle entschieden haben, da leben die Eliten schwer bewacht genau hinter solchen Mauern.»

Gated Communities, wie man sie von den Reichenquartieren einiger Länder schon kennt, einfach auf globaler Ebene?

Ganz genau. In Lateinamerika sieht man, wie Länder aussehen, die sich gegen Gerechtigkeit für alle entschieden haben, da leben die Eliten schwer bewacht genau hinter solchen Mauern. Eine politische Auseinandersetzung mit diesen Fragen findet bei uns allerdings kaum statt. Das Einzige, was mir Hoffnung macht, ist etwas, das die Psychologie Selbstwirksamkeit nennt: Menschen, die andere Wege zu gehen versuchen, merken, dass da viel mehr Gewinne drinliegen, als sie erwartet haben. Nicht so sehr ökonomische, sondern persönliche und soziale. Entsprechend gross ist die Motivation, mit den Umstellungen weiterzumachen und zu experimentieren. Darin liegt eine Kraft, die uns vielleicht retten kann.

Angenommen die Welt entwickelt sich in Ihrem Sinne positiv und fortschrittlich mit Sharing Culture weiter: Wie würde sie in 50 Jahren aussehen?

Das wäre eine ganz andere Welt. Wir hätten nicht mehr so selbstverständlich Zugriff auf Ressourcen und Erzeugnisse von anderen Ländern. Wenn man reist, dann mit langsameren Verkehrsmitteln, dafür bliebe man länger vor Ort. Wir würden viel weniger arbeiten, dafür sehr viel mehr von dem selber machen, was wir heute kaufen: also Gemüse anbauen, Hosen reparieren, Kinder betreuen. Es wäre eine Gesellschaft, in der Frauen und bisher benachteiligte Minderheiten mehr zu sagen hätten, eine Gesellschaft, in der mit viel Kommunikation und Interaktion entschieden und dann gemeinsam umgesetzt würde – unter Einbeziehung von Tieren und Pflanzen, die auch Rechte haben würden. Es wäre eine Art riesige Kommune auf globaler Ebene, aber mit genügend Möglichkeiten, sich auch mal zurückzuziehen.

Das klingt nach einer Utopie – und einer, die vielleicht nicht alle für so erstrebenswert halten.

Klar. Aber die Alternative ist eine Welt, in der sich nur eine kleine Elite von den vielen Katastrophen und Zumutungen abkapseln kann. Letzteres halte ich zugegebenermassen für das wahrscheinlichere Szenario.

Ich empfinde nichts von dem, was ich tue, als Verzicht. Im Gegenteil.

Sie beschäftigen sich beruflich intensiv mit Transformationsprozessen und Sharing. Leben Sie das auch selbst im Alltag?

Schon, ja. Ich trage wenig neue Kleidung, sondern tausche in einem Kreis von gut einem Dutzend Frauen regelmässig gebrauchte; neu kaufe ich fast nur Schuhe und Unterwäsche. Und wenn ich kaufe, dann Sachen, die lange halten; ich lasse sie auch immer wieder reparieren. Was noch? Ich esse nur Bio, verschenke die Bücher, die ich gelesen habe, und ich fliege nicht, ausser wenn es gar nicht anders geht.

Sind Sie irgendwo nicht vorbildlich?

An vielen Stellen, ich bin ja ein normaler Mensch. Ich lebe zum Beispiel mit meinem Partner in einer ziemlich grossen Wohnung, das ist toll und schön, aber entspricht nicht dem, was global oder auch nur national gerecht wäre. Ich könnte oder müsste mich neben dem Privatkonsum auch mehr politisch engagieren.

Tremel tauscht Kleidung in einem Freundeskreis: «Das macht nicht nur viel mehr Spass, als zu H&M zu gehen, man bekommt dabei auch deutlich bessere Sachen.»
Tremel tauscht Kleidung in einem Freundeskreis: «Das macht nicht nur viel mehr Spass, als zu H&M zu gehen, man bekommt dabei auch deutlich bessere Sachen.»

Wie schwierig war das, dahin zu kommen?

Ich würde nichts in meinem Leben als wirklich schwierig bezeichnen: Ich bin privilegiert aufgewachsen, beide Eltern waren Akademiker, ich konnte immer alles machen, was ich wollte. Aber: Viele Menschen in meiner Situation finden, ein tolles Leben bestehe darin, viel Geld zu verdienen und es sich individuell schön und bequem zu machen. Eine Herausforderung war deshalb vielleicht der mentale Schritt, das nicht zu wollen, sondern einen anderen Weg zu gehen – einen, den man vielleicht erklären muss.

Haben Sie sich auch schon zu Verzicht gezwungen?

Ich empfinde nichts von dem, was ich tue, als Verzicht. Im Gegenteil: Wenn ich alle sechs Monate einen Nachmittag mit meiner Kleidertauschrunde verbringe, kann ich mich auf neue Sachen freuen, die noch nicht mal etwas kosten. Ausserdem werde ich das aus meinem Kleiderschrank los, was ich schon lange nicht mehr trage. Das macht nicht nur viel mehr Spass, als zu H&M zu gehen, man bekommt dabei auch deutlich bessere Kleidung.

Autor: Ralf Kaminski

Fotograf: Jens Neumann & Edgar Rodtmann