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09. Januar 2012

Weisser Spass mit grünem Gewissen

Skispass muss die Umwelt nicht belasten. Im Rahmen einer Kampagne geben junge Wintersportfans ökologische Tipps.

Wer mit dem Zug ins Skigebiet fährt, schont Umwelt und Nerven.
Sicher ist Heliskiing in Alaska unvergesslich. Aber mit den Ski auf den Berg zu gehen, ist umweltfreundlicher. (Bild: Getty Images/Stefan Schütz)

Keine Frage: Skifahren und Snowboarden bringen jede Menge Spass mit sich – aber auch Umweltbelastungen. Die Autofahrten ins Skigebiet, die Gondelbahnen und Schneekanonen sowie die Produktion der Kleider, Ski und Snowboards brauchen Energie und verursachen CO2-Emissionen.

Dass es ganz einfach ist, den Wintersport zu geniessen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun, wollen junge Ski- und Snowboardbegeisterte zusammen mit dem Berner Oberländer Profi-Snowboarder Reto Kestenholz zeigen. Im Rahmen der Kampagne «Ride Greener» www.ridegreener.com geben sie praktische Tipps für nachhaltiges Verhalten rund um das Pistenvergnügen:

  • Wintersportler, die mit dem Zug oder Postauto statt mit dem Auto ins Skigebiet reisen, verringern das Verkehrsaufkommen. Ansonsten verbessern Fahrgemeinschaften die Ökobilanz.
  • Wer sich direkt im Ferienort verpflegt, kauft nicht nur frische Lebensmittel, sondern unterstützt auch die Bauern vor Ort.
  • Es gibt tolle Ausrüstung wie Jacken, Rucksäcke, Boards oder Ski aus recycelten Materialien zu kaufen. Hier gilt: Ökologisch nachhaltig ist oft nicht teurer als herkömmlich produziert. Tipp: Verwenden Sie für Ihr Board und Ihre Ski umweltfreundliches Wachs.
  • Alte Snowboards gehören nicht zwangsläufig in den Müll, sondern können zu Splitboards umgebaut werden. Damit lassen sich tolle Touren machen.
  • Sie wollen hoch hinaus? Sicher ist Heliskiing in Alaska unvergesslich. Aber mit den Ski auf den Berg zu gehen, ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch ein intensives Erlebnis. Informieren Sie sich vorher über die Wildruhezonen, um die Wildtiere nicht zu stören: www.respektiere-deine-grenzen.ch

Die Umfrage: Wie umweltfreundlich verhalten Sie sich beim Skifahren?

Autor: Sandra Kohler