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10. Oktober 2016

Weintrauben ausgebeutet

Um Gelee zu erzeugen, muss der Saft erst aus der Weintraube gewonnen, dieser dann mit Gelierzucker aufgekocht und das Ganze schliesslich abgekühlt werden.

Ich stieg auf die Leiter und las, was von den Trauben übrig blieb, ab und warf es in den roten Korb.
Ich stieg auf die Leiter und las, was von den Trauben übrig blieb, ab und warf es in den roten Korb.

Jedes Jahr liefere ich mit den Vögeln ein Wettrennen um die besten Trauben. Wer merkt wohl schneller, dass sie nun reif für die Verarbeitung sind? Ich stellte fest, dass etliche Weintrauben als Fruchtstände nicht mehr vollständig waren. Hatten wohl Vögel, die daran stiessen, die reifsten Weinbeeren zu Fall gebracht, oder waren die reifsten Beeren von selbst zu Boden gefallen?

So entstand mein Traubensaft: In die unterste Pfanne der Destillationsanlage auf dem Induktionsherd füllte ich Wasser, dessen Dampf die Beeren in der obersten Pfanne zum Platzen brachte. Der Deckel zuoberst half beim Druckaufbau wesentlich mit. So floss aus der zweituntersten Pfanne dann der rote Saft. Diesen kochte ich in einem bestimmten Verhältnis mit Gelierzucker auf.

Erst die Degustation nach dem Abkühlen brachte die Erleichterung: Alles hatte geklappt, und damit ist das Ziel erreicht. Neben dem Eigenkonsum werde ich mit Traubengelee als Mitbringsel viele Leute bestimmt überraschen und erfreuen können. Nachbarn haben jedenfalls den Traubensaft schon genossen.