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22. Mai 2017

Warum lachen Erwachsene so wenig?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen. Diese Woche will Taina (9) aus Bülach ZH wissen, warum Erwachsene so wenig lachen.

Warum lachen Erwachsene so wenig?

Weil sie ihr bestes Glücksmittel vergessen haben. Ihnen ist das Lachen vergangen, weil sie mit Alltagssorgen belastet sind, unter Stress stehen oder vielleicht auch Schmerzen haben. Dabei würde ihnen gerade in solchen Lebenslagen das Lachen Erleichterung bringen. Denn Lachen hilft nachweislich gegen Schmerzen, Frust und Depressionen. Es löst körperliche und seelische Spannungen und entzieht sich jeder Kontrolle. Lachen ist eine Sprache ohne Worte, die jeder versteht. Und das Tolle daran: Keine Macht der Welt kommt dagegen an.

Ihr Kinder lacht mehr, weil ihr unbelastet seid und mehr im Moment lebt. Ihr dürft etwas, das Erwachsenen abgewöhnt wurde: über dummes Zeugs lachen. Über jedes verirrte Fürzli könnt ihr euch kugeln, über totalen Unsinn, Peinlichkeiten, Grimassen und dumme Sprüche. Was wir nicht tun, wenn wir uns «korrekt» verhalten wollen. Darum ist es für uns auch so lustig, mit euch Kindern herumzublödeln.

Es gibt ein Lachen, das durch Witze und Unterhaltung ausgelöst wird. Das ist jeweils von kurzer Dauer. Es gibt aber auch ein Lachen oder Lächeln, das aus einer inneren Heiterkeit kommt. Es hat mit einer positiven Lebenshaltung zu tun. Wer über den Dingen steht, kann lächeln. Das lässt sich ein Leben lang bewahren, selbst wenn man Stress oder Sorgen hat. Oder wenn man erwachsen ist. 

Lachen ist ansteckend

Auch Erwachsene können lachen:

Zum Lachen: Babys
Heiliges Lachen: Dalai Lama
Das Lachen der Tennisstars
Lustige Katzen
Lachanfälle von Schweizer Politikern

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Autor: Gabriela Bonin