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15. August 2016

Warum hickst man?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen zu aktuellen Themen. Diese Woche will Ronja (8) aus Schwarzenbach LU wissen, warum man den «Schluckauf» kriegt.

Warum hickst man?

Halte mal die Luft an! Das geht einfach, gell. Und jetzt versuche, zu hicksen. Das schaffst du nicht!
Den Hitzgi oder «Schluckauf», wie er auf Deutsch heisst, können wir nämlich nicht selbst auslösen. Das hat mit unserem Zwerchfell zu tun. Das ist ein Muskel, der für unsere Atmung zuständig ist. Er ist so etwas wie ein Atmungs-Motor.

Fürs Luftanhalten können wir das Zwerchfell selbst steuern, für den Hitzgi nicht. Er kommt ohne Willen zustande. Das passiert, wenn sich das Zwerchfell plötzlich verkrampft. Dann schliesst sich automatisch die sogenannte Stimmritze, durch die eigentlich unsere Atemluft fliessen sollte.

So wird die Luft abrupt gestoppt und prallt mit einem lauten «Hicks!» auf die geschlossene Stimmritze. So eine Verkrampfung kann entstehen, wenn man etwas sehr Kaltes oder Heisses gegessen, getrunken oder zu schnell gegessen hat, oder wenn man sehr aufgeregt ist.

Das Lustige am Hitzgi finde ich die Ratschläge, was man dagegen tun kann: Den Kopfstand machen und dabei einen Schluck Wasser trinken. Es soll auch nützen, wenn man sich auskitzeln lässt. Das macht Sinn, denn für das Lachen braucht es das Zwerchfell.

Hicksen und Kichern können wir wohl nicht zugleich, oder hat das jemand von euch schon mal geschafft?

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Autor: Gabriela Bonin