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06. Juni 2016

Warum hat Gott Zecken gemacht?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen zu aktuellen Themen. Diese Woche will Luan (6) aus Arbon TG wissen, weshalb der liebe Gott eigentlich Zecken gemacht habe.

Warum hat Gott Zecken gemacht?

Zecken ernähren sich vom Blut anderer Lebewesen. Sie benutzen also andere Lebewesen, um selbst leben zu können. Darum nennt man sie Schmarotzer oder auch Parasiten. Wenn sie uns erwischen, saugen sie sich mit ­unserem Blut voll. Wie gru­seli
g! Beim Saugen können sie auch Krankheiten ­übertragen – ­ so viele wie kein anderer Schmarotzer im ganzen Tierreich. Da kann man sich echt fragen, ­warum es sie gibt.

Nun, sie dienen einigen Tieren als Futter. Es gibt sie, weil sie sich als Lebewesen gegenüber Feinden behaupten konnten: Sie haben eine hervorragende Überlebensstrategie. Das Leben als Parasit funktioniert im Tierreich sehr gut.

Und was hat sich Gott dazu überlegt?
Wir können ihn nicht fragen. Ich habe kürzlich eine Rede von einem Schweizer Mönch gelesen: Er schrieb, wir sollen «die Lästigen geduldig ertragen». Das fällt uns bei menschlichen Nervensägen oft schwer, nicht wahr? Vielleicht schickt uns der liebe Gott Zecken, damit wir an diesen Winzlingen kleine Übungen in Gelassenheit machen?

Aber Achtung! Man sollte mit den Blutsaugern nicht zu viel Geduld haben: Wenn man von einer Zecke befallen ist, muss man sie nämlich raschmöglichst entfernen. Wie das geht, erklärt die App Zecke. Die liess der liebe Gott freund­licherweise auch entwickeln: gratis zum Download aufs Handy. 

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Autor: Gabriela Bonin