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10. März 2014

WartsAb

Facebook hat WhatsApp gekauft. Was sind die Folgen?
Facebook hat WhatsApp gekauft. Was sind die Folgen?

Facebook hat WhatsApp gekauft. Der beliebte und weitverbreitete SMS-Dienst wechselte für 19 Milliarden Dollar den Besitzer. Spätestens seit dem Abschluss des Deals fürchten viele Nutzer um ihre Privatsphäre: Weil die Nachrichten nicht verschlüsselt übertragen werden, lassen sie sich theoretisch abfangen und von Dritten lesen. Da es dazu eine Menge kriminelle Energie und beträchtlichen Aufwand braucht, ist Panikmache fehl am Platz.

Sich über mögliche Gefahren zu informieren und mit digitalen Informationen bewusst umzugehen, bleibt dagegen absolut zentral. Verständlich, dass sich in diesen Wochen mögliche WhatsApp-Nachfolger ins Spiel bringen, welche die schmerzlich vermisste Verschlüsselung anbieten.

Im Fokus stehen drei Anbieter: myEnigma, Telegram und Threema. Keine davon erreicht auch nur annährend die Nutzerzahlen von WhatsApp. Eine Prognose, welcher Dienst sich längerfristig durchsetzt, ist unmöglich. Das Ergebnis hat nur Facebook in der Hand: Schafft es das soziale Netzwerk, WhatsApp so zu integrieren, dass sich Nachrichten geräteunabhängig an alle Kontakte verschicken lassen, werden sich die wenigsten Nutzer verabschieden. Werden diese stattdessen mit nerviger Werbung bombardiert, sind sie schneller weg, als man «Mark Zuckerberg» sagen kann. Solange die Entwicklung nicht absehbar ist, heisst es WartsAb statt WhatsApp.

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Autor: Reto Vogt