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05. Mai 2014

Vorsicht vor kriminellen Taxifahrern in Peking!

Nach wochenlangem Smog ist in Peking endlich wieder blauer Himmel zu sehen. Die chinesische Hauptstadt lockt mit zahlreichen neuen Attraktionen.

Der Temple of Heaven
Der Temple of Heaven wird immer mehr auch für Hochzeitsfotos benützt. Der Eintritt kostet 30 Yuan oder umgerechnet gut vier Franken.

Besonders stark verändert hat sich das Stadtbild entlang der Einkaufsstrasse Wangfujing. Sie ist geprägt von modernen, riesigen Einkaufszentren. Nur noch in einer kleinen Gasse findet man Street Food mit aufgespiessten Skorpionen und anderen Köstlichkeiten …

Der Chefkoch des Restaurants Huang Ting
Das Restaurant Huang Ting im Peninsula-Hotel wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Unbedingt bestellen: Peking-Ente.

Die Wangfujing befindet sich nur ein paar Fussminuten vom «Peninsula Beijing», dem stadtweit am besten gelegenen Hotel (fünf Sterne, Zimmer ab 240 Franken!, www.peninsula.com). Es beherbergt das mehrfach ausgezeichnete Restaurant Huang Ting, das die chinesische Küche modern interpretiert.

Der Platz des Himmlischen Friedens
Am Platz des Himmlischen Friedens, bekannt als Tiananmen, hängt nach wie vor das Porträt von Mao Zedong, dem führenden Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert.

Ebenfalls vom Peninsula aus lässt sich zu Fuss der Tiananmen-Platz erreichen, die Verbotene Stadt oder das «Duck de Chine» (98 Jinbao Street), wo die Pekingente auf dem Menüplan steht. Weitere Sehenswürdigkeiten wie der Tempel des Himmels, das Olympiastadion und die Chinesische Mauer (Tagesausflug, Michelle Obama besuchte den Teil von Mutianyu) müssen mit Taxi besichtigt werden. Eine geführte, kombinierte Tages-Bustour zur Mauer und zum Olympiapark kostet 400 Yuan oder 56 Franken.

Der 798 Art District von Peking
Kunsthallen, Cafés und Designläden gehören zum 798 Art District.

Modern präsentiert sich Peking im 798 Art District (Kunsthallen, Designläden, Restaurants, gut 20 Taximinuten vom Peninsula entfernt) oder in der Sanlitun Bar Street (riesiges Einkaufszentrum, Bürowolkenkratzer, Tipp für den Abend). Wer es nicht lassen kann und kopierte Markenartikel einkaufen will, fährt zur Silk Street (handeln!).

Gut zu wissen: Auffallend viele Taxifahrer in Peking haben es auf das Geld der Touristen abgesehen.

WICHTIGSTE SCHUTZMASSNAHMEN

1. Lassen Sie sich vom Hotel eine Visitenkarte geben, auf der die Adresse des Hotels in chinesischen Buchstaben angegeben ist. Viele Taxifahrer in Peking sprechen kein einziges Wort Englisch. Das Peninsula hat eine solche gedruckte Karte, auf der gleich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Englisch und Mandarin aufgeführt sind.

2. Nehmen Sie nur offizielle Taxis. Sie sind in Peking mit einem braunen Streifen bemalt.

3. Stellen Sie auch bei offiziellen Taxis sicher, dass Sie beim Einsteigen die Lizenznummer fotografieren (auf dem Armaturenbrett) und die Taxiuhr eingestellt wird.

4. Es kann nun aber sein, dass die Uhr viel schneller tickt als üblich. Geben Sie in diesem Fall zu verstehen, dass Sie aussteigen wollen. Taxis sind in China eigentlich sehr preiswert. Die Grundgebühr startet je nach Stadt bei rund 14 Yuan, was knapp zwei Franken entspricht. Eine zehnminütige Fahrt kostet im zähflüssigen Verkehr in der Regel nicht mehr als 14 Yuan. Es kann also nicht sein, dass die Uhr nach zehn Minuten schon bei 40 Yuan steht – ausser man ist auf einer Autobahn unterwegs.

5. Manche Taxifahrer haben Falschgeld. Wenn Sie den Betrag exakt bezahlen, hat der Fahrer keine Chance, Ihnen dieses anzudrehen. Aber: Die 20-minütige Fahrt kostet 45 Yuan. Sie bezahlen mit einer echten 100-Yuan-Note. Der Fahrer reklamiert auf Chinesisch. Sie geben ihm eine andere Note. Er tauscht unbemerkt ihre echte Note in eine falsche um und reklamiert nochmals. Falschgeld erkennt man daran, dass es sich wie Papier anfühlt. In Banken und zuverlässigen Hotels sollte kein Falschgeld im Umlauf sein. Und: Der Wechselkurs auf Banken und in Hotels ist praktisch identisch. Euro und Dollar lassen sich auf Banken einfacher wechseln als Schweizer Franken, der nicht bei allen Banken akzeptiert wird.

6. Ein weiterer Trick in der Nähe der Verbotenen Stadt: Ein Fahrer fragt Sie für eine Fahrt mit einem Elektro-Dreiradvelo an. Sie vereinbaren den Preis von 30 Yuan im Voraus. Dann sagt der Fahrer, sein Gefährt sei zu schwach. Sie sollen auf ein Fahrzeug eines Kollegen umsteigen. Sie machen das. Und am Ende der Fahrt will dann dieser Kollege 300 Yuan. Wie Sie dem Vorbeugen: Gefährt nicht wechseln, wenn Sie es wechseln, beim nächsten Fahrer den Preis vor Abfahrt nochmals vereinbaren. Im schlimmsten Fall bezahlen Sie 50 Yuan und laufen davon, ohne auf die Schimpftirade des Taxifahrers einzugehen.

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto E. Wild