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07. April 2014

«Ging gärn e Fischer gsi» - Vorsicht Phishing

Angler am See bei Sonnenaufgang
«Ging gärn e Fischer gsi»: Weitaus lukrativer als bei Wind und Wetter am See zu sitzen, ist das digitale Fischen. (Bild: Fotolia)

Wenn Büne Huber von Patent Ochsner über seine Liebe zum Fischen singt, meint er damit die herkömmliche Methode mit Angelrute, Haken und Köder. Weitaus lukrativer als bei Wind und Wetter am See zu sitzen, ist das digitale Fischen. Schliesslich werden dort keine Flossentiere aus dem Wasser gezogen, sondern Geld aus fremden Portemonnaies. Beim «Phishing» erhalten Anwender gefälschte E-Mails, die angeblich von Banken oder Kreditkartenfirmen stammen. Wer den mitgeschickten Link anklickt und seine Daten eintippt, gewährt den Betrügern Zugriff auf sein Konto und findet es wenig später leergeräumt vor.

Diese Masche ist nicht neu. Aber die Anzahl Betrugsversuche hat sich laut der zuständigen Bundesstelle verdreifacht. 5589 Personen meldeten der Behörde einen Phishing-Versuch – die tatsächliche Zahl dürfte weitaus höher liegen.

Das Perfide: Attacken werden immer besser. Sie sind oft mit persönlicher Anrede und in gutem Deutsch formuliert. Zudem führen Links meistens zu einer täuschend echten Kopie der Originalwebsite, sodass selbst geübte Augen auf den ersten Blick keinen Unterschied feststellen.

Gegen Phishing hilft nur eins: Sie müssen verinnerlichen, dass seriöse Finanzinstitute ihre Kunden niemals per E-Mail zum Login auffordern. Sonst ist Ihr Geld schneller weg, als Büne Huber «Ging gärn e Fischer gsi» singen kann.

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Autor: Reto Vogt