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10. Juni 2014

Vollgas ist angesagt

Blick über den Gartenzaun: Hobbygärtnerin Almut Berger erklärt, was es im Garten im Juni zu tun gibt.

Ein Blick über den Gartenzaun
Früchte, Gewürz und Salat oder Blumen: Ein Blick über den Gartenzaun verrät, was zu tun ist.

Allgemeine Arbeiten

Jäten, jäten, jäten! Jäten verhindert, dass Unkraut versamt, und lockert den Boden. Lockere Böden wiederum können besser Wasser aufnehmen. Sowieso heissts nun, fleissig zu giessen: Gerade Topfbewohner kommen rasch auf Entzug. Sommergewitter machen Schnecken munter! Zum Absammeln eignet sich eine alte Spaghettizange, das weitere Schicksal der Schleimer ist jedes Gärtners ureigener Entscheid. Keine Gnade jedoch für Winden: Johannis- und Heidelbeersträucher, die jetzt tragen, sind sonst blitzartig überwuchert.

Blumen

Hohe Blütenstauden wie Phlox und Astern stützen. Rittersporn nach der Blüte auf 10 Zentimeter zurücknehmen, das fördert einen weiteren Austrieb. Das Rausschneiden verwelkter Blüten regt Rosen an, neue Knospen zu bilden. Wildtriebe gleich mit entfernen.

Obst und Gemüse

Erdbeeren mit Stroh oder Holzwolle zu unterlegen, verhindert ein Gammeln der Früchte. Him- und Brombeerruten an einem Draht entlangführen, das erleichtert die Ernte. Rhabarber darf wegen des zunehmenden Oxalsäuregehalts nur noch bis Ende Monat beerntet werden. Des Weiteren braucht die Pflanze Zeit, um Kraft für die nächste Saison zu tanken. Zu eng stehende Gemüsesämlinge herauszupfen: Durchs Verziehen erhalten die übrigen mehr Licht, Nährstoffe und Wasser. Bei den Tomaten laufend die Seitentriebe in den Blattachseln mit den Fingern auskneifen.

Erbsen wollen ähnlich wie Kartoffeln mit Erde angehäufelt werden, das fördert Wurzelbildung und Standfestigkeit. Höchste Eisenbahn, Stangen- und Buschbohnen zu stecken. Auch Rüebli sollten noch diesen Monat gesät werden. Laufend Pflücksalat nachsäen. Dem gefällts übrigens auch ausgezeichnet im Balkonkistli! Wintergemüse wie Randen, Weiss-, Blumen- oder auch Chinakohl wollen nun direkt ins Freiland gesät werden.

Sträucher und Gräser

Sobald die frischen Triebe von Zartgrün auf Grün wechseln, ist es Zeit für einen ersten Formschnitt beim Buchs. Wegen Sonnenbrandgefahr einen bedeckten Tag wählen. Ähnlich sonnenbrandgefährdet ist der Rasen. Es empfiehlt sich, zum Mähen die Messer auf eine hohe Stufe zu stellen. Mit dem Rasenschnitt Beete und Obstbaumscheiben (maximal 5 Zentimeter dick) mulchen. Sind die Vogelnester verlassen, können die Hecken in Form geschnitten werden. Zu gross gewordene Ziergräser ausgraben und teilen. Bambus wuchert gern. Wer nicht mit einer Wurzelsperre arbeitet, sollte Ausläufer mit einem Spaten abstechen.

Autor: Almut Berger