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04. Juli 2016

Virenschutz: auch für Smartphones

Zumindest auf jedem Android-Smartphone sollte ein Virenschutz installiert sein. Ein geeignetes Produkt ist laut dem unabhängigen Testlabor Av-test.org zum Beispiel «G Data Internet Security». Hier finden Sie wichtige Tipps und Tricks – auch gegen «Trojaner auf dem Handy».

Eine Jahreslizenz für G Data Internet Security für Android-Smartphones kostet 16 Franken.
Eine Jahreslizenz für G Data Internet Security für Android-Smartphones kostet 16 Franken.

Virenschutz-Software ist für Android-Smartphones empfehlenswert. Die Geräte sind aus zwei Gründen anfälliger auf Trojaner als iPhones:

  • Die Telefone haben im Gegensatz zu Apple-Geräten ein eigenes Dateisystem, wo sich schädliche Software einnisten kann.
  • Google (der Anbieter des Android-Betriebssystems) prüft die Apps im eigenen PlayStore nur ungenügend und erlaubt Installationen aus unbekannten Quellen.

Vor beiden Gefahren schützt Virenschutz-Software. Anbieter gibt es Hunderte – aber nicht alle davon liefern gute Qualität. Um sich für ein Produkt zu entscheiden, hilft ein Blick auf die Tests des unabhängigen Labors Av-Test.org , das alle drei Monate neue Ergebnisse veröffentlicht.

Regelmässig als sehr gut eingestuft wird die Software «G Data Internet Security». Es gibt eine kostenlose Version und eine Bezahlvariante , die jährlich 16 Franken kostet. Erstere bietet einen Virenschutz und die Möglichkeit, bereits installierte Apps zu analysieren. Das reicht für die meisten Anwender problemlos. Geld dafür auszugeben, ist eigentlich nicht nötig.

Gratisschutz genügt

Die folgenden Tipps beziehen sich zwar auf G Data Internet Security – sie funktionieren jedoch bei allen anderen Virenschützern für Android-Geräte auf eine ähnliche Weise.

  • Laden Sie die Gratisversion des Produkts aus dem Google Play Store herunter.
  • Geben Sie der App die verlangten Berechtigungen. Diese sind bei Virenschützern sehr umfassend – meist aus funktionellen Gründen: Damit der Diebstahlschutz funktioniert, braucht es zum Beispiel Zugriff auf Kamera und SMS.
  • Laden Sie die neusten Virendefinitionen herunter, damit die App auf dem neusten Stand ist und alle aktuell bekannten Schädlinge findet.
  • Starten Sie jetzt einen Suchlauf und lassen Sie das Smartphone und die installierten Apps auf Malware prüfen. Falls Sie App fündig wird, entfernt sie den «Käfer» sofort.
  • Wiederholen Sie diesen Schritt rund einmal pro Woche – eine häufigere Prüfung ist nicht nötig.

Mehr Schutz gewünscht? Gerät aufmerksam nutzen

Für die meisten Nutzer genügt der kostenlose Virenschutz. Die Zusatzfunktionen der kostenpflichtigen Version bringen viele Android-Smartphones heutzutage von Haus aus mit: Diebstahlschutz, kindersicheres Surfen oder White- bzw. Blacklisten für Anrufe.

Auf den ersten Blick nützliche Funktionen wie Echtzeitschutz beim App-Download oder Schutz vor Phishing sind anderswo bereits integriert: in den Köpfen der Nutzer. Wer sein Gerät aufmerksam nutzt, nur seriöse App-Quellen ansteuert und nicht neugierig auf jeden Link klickt, ist auch so auf der sicheren Seite.

Autor: Reto Vogt