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14. Mai 2012

«Viele Schwimmer sind unsicher»

Fast eine halbe Million Menschen in der Schweiz können nicht schwimmen, das zeigt eine Umfrage der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Mehr als 40 Personen ertrinken jedes Jahr.

André Widmer (46), Leiter Ausbildung bei der Schweizerischen 
Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG).

1. André Widmer, gibt es in der Schweiz wirklich so viele Nichtschwimmer?

Es gibt vor allem viele, die unsicher sind. Ich sehe in meinen Kursen immer wieder, dass die Leute schwimmen können, aber panisch reagieren, sobald Nase und Mund unter Wasser geraten.

2. Weshalb ertrinken vor allem Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren?

Sie möchten sich beweisen, das ist typisch für dieses Alter – und fatal.

3. Was muss man beachten, wenn man schwimmen geht?

Grundsätzlich sollten Alkohol und andere Drogen strikt gemieden werden.

4. Ist ein Bierchen vor dem «Schwumm» denn wirklich so gefährlich?

Ja. Der Orientierungssinn ist eingeschränkt, und es wird schwierig, die eigenen Körperbewegungen zu koordinieren. Alkohol und Schwimmen vertragen sich sehr schlecht und können schnell zu lebensgefährlichen Situationen führen.

5. Was tun, wenn jemand um Hilfe schreit?

Das Mindeste ist, dass man Polizei (117) oder Rettungsdienst (144) alarmiert. Wer einem Ertrinkenden selbst zu Hilfe eilt, sollte ein Rettungsmittel, einen Ring oder eine Boje, dabeihaben. Denn das Wichtigste ist der Selbstschutz.

Junge Männer ertrinken am häufigsten. (Quelle: www.sf.tv)
Junge Männer ertrinken am häufigsten. (Quelle: www.sf.tv)

Den ganzen Beitrag, der Anstoss zu den Fragen lieferte, lesen Sie hier

Autor: Karin Aeschlimann