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05. Oktober 2015

Versteckte Kalorien

Die schöne Verpackung lenkt oft ab: In vielen Lebensmitteln stecken mehr Kalorien, als man vermuten würde. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Kleingedruckte auf der Rückseite.

Illustration versteckte Kalorien
Die schöne Verpackung lenkt oft ab.

Unter verarbeiteten Lebensmitteln gibt es immer wieder solche, die sich schlanker machen, als sie in Wahrheit sind. Menschen trauen am liebsten ihrem Bauch und lassen sich deshalb eher von Farben und Formen locken als von nackten Zahlen. Schliesslich hat Eva ihren Adam auch mit der Sinnlichkeit der Frucht verführt und nicht mit einer chemischen Abhandlung über den Inhalt eines Apfels. Das ist schön, doch mancher Konsument will oder muss auf die Kalorien achten, und da können Bauchentscheide schnell in die Hüften gehen.

Auch der Kopf sollte ein Wörtchen mitreden, denn Kalorien verstecken sich gern. Um die Kalorienwölfe im Schafspelz zu finden, lohnt es sich, das Produkt unter die Nährwertlupe zu nehmen. Wer sich diese gedankliche Stütze vor Augen führt, erkennt die inneren Werte. Also weg von der attraktiven Front- hin zur klein bedruckten Rückseite!

Zahlenwüste? Keinesfalls. Hier gibts viel Spannendes zu entdecken. Etwa, dass manche zuckerfreie Bonbons oder «leichte» Getränke immer noch reichlich Energie liefern. Und selbst bei Milchprodukten empfiehlt es sich, genauer hinzuschauen. Die Angaben auf dem Produkt verraten aber nicht nur Wertvolles über den Gehalt an Kalorien, Zucker und Fett: Sie erklären auch, was drin steckt, und zwar in der Reihenfolge der enthaltenen Menge.

Autor: David Fäh

Illustrationen: Jörg Block