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12. Mai 2014

Übernachtung inklusive Hokuspokus

Reiseexperte Reto Wild wartet diesmal nicht nur mit den besten Airbnb-Alternativen für Europa auf, sondern gleich mit drei der speziellsten alternativen Übernachtungsorten überhaupt.

Wohnwürfel mit Aussicht
Ein Wohnwürfel mit Aussicht in der französischen Stadt Reims. (Bild: Wimdu.de)

Die Internetplattform www.wimdu.de ist quasi die europäische Version von Airbnb: Sie bietet über 300'000 Privatunterkünfte wie Appartements und Ferienhäuser an. Airbnb hingegen wurde 2008 im kalifornischen Silicon Valley gegründet und gilt mit seinem Angebot in über 34'000 Städten und 192 Ländern als Marktführer in diesem Bereich. Airbnb ist vor allem in Nordamerika und englischsprachigen Ländern stark. Besonders viele Angebote gibt es beispielsweise in Manhattan.

Wimdu und Airbnb sind nicht zu verwechseln mit Couchsurfing, wo Lokale den Reisenden kostenlos ein Zuhause in der Fremde anbieten. Wimdu und Airbnb sind Geschäftsmodelle. Wer fürs Übernachten nichts zahlen will, findet mit www.haustauschferien.com eine Alternative. Nur: Wie bei Couchsurfing kann man nicht bedingungslos in einer fremden Wohnung kostenlos übernachten. Erwartet wird Gegenrecht: Man muss bei Haustauschferien und Couchsurfing bereit sein, die eigene Wohnung kostenlos zu vermieten.

Sämtliche alternativen Übernachtungsformen sind der traditionellen Hotellerie ein Dorn im Auge. Aus einem einfachen Grund: Immer mehr Konsumenten schätzen die Vorteile und wandern von den Hotels ab. Einer der Vorteile ist beispielsweise, dass man mit Lokalen in Kontakt kommt, diese einem mit Insidertipps aushelfen. Wer bei Wimdu, Airbnb, aber auch via Haustauschferien übernachtet, darf sich für eine Zeit lang ein bisschen wie ein Einheimischer fühlen. Zudem sind die Zimmer bei Airbnb & Co. bis zu 50 Prozent günstiger als im Hotel. So kostet Barcelona ab 22 Euro, Istanbul ab 23 Euro und Miami ab 39 Euro, wobei man das Bett selbst machen muss. Ein Vergleich lohnt sich.

Und wenn schon von Vergleich die Rede ist: Wer ein Hotel im Auge hat, sollte den Preis auf der jeweiligen Hotelhomepage mit Buchungsportalen wie Booking.com (weltweit 459 000 Unterkünfte) oder HRS vergleichen. Es kann sein, dass dasselbe Hotel auf der eigenen Homepage beträchtlich teurer ist als etwa via Booking.com.

DREI BESONDERE ANGEBOTE
Zu den verrücktesten Unterkünften bei Wimdu zählt ein Wohnwürfel (Bild oben) in der Nähe von Reims in Frankreich. Mitten in einem Naturschutzgebiet gelegen, blickt man durch die transparente Kuppel vom Bett in den Sternenhimmel. Die Unterkunft bietet Platz für drei Gäste und kostet ab 137 Euro pro Nacht.

Den ultimativen Meerblick erhalten Reisende von der Spitze eines Leuchtturms beim niederländischen Leeuwarden. Das Harlingen Lighthouse hat drei Etagen – eine zum Duschen, eine zum Schlafen und eine für den Ausblick aufs Meer, für 343 Euro pro Nacht.

Die professionelle Hexe Lucya bietet in der Nähe des südenglischen Eastbourne nicht nur einen weiten Blick vom Zimmer auf den Ärmelkanal, auf Wunsch schwingt sie auch den Zauberstab und bringt die Geschichte der Hexerei nahe. Pro Nacht ist ein Zimmer inklusive Hokuspokus ab 177 Euro buchbar.

Autor: Reto Wild