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30. Juni 2014

TV aus der Steckdose

Im Gegensatz zu UPC Cablecom und Swisscom will Wilmaa als unabhängiger TV-Anbieter überzeugen. Eine clevere Alternative – trotz kleiner Schönheitsfehler. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die digitalen TV-Angebote (rechts).

Kleine Metallbox für Internet-TV.
Aus dieser kleinen Kiste kommt grosses Fernsehen.

Eine Internetverbindung, einen Stromanschluss – mehr braucht es nicht, um den Schweizer TV-Dienst Wilmaa in Betrieb zu nehmen. Die Installation ist einfach: Einstecken, per Kabel oder W-Lan mit dem Internet verbinden, los gehts. Alle Kabel sind dabei. Die Startzeit der Box beträgt im Test über eine Minute, das ist zu viel. Ansonsten gibts punkto Reaktionszeit nichts zu klagen. Aber die Testleitung übertrifft die empfohlene Internetgeschwindigkeit von 10 MBit/s um das Zehnfache. Wer langsamer surft, muss beim Zappen mit Wartezeiten rechnen.

Die Steuerung von Wilmaa gelingt mit der simpel gehaltenen Fernbedienung nur nach etwas Übung. Der Hersteller verzichtete zum Beispiel auf eine Programmwechseltaste – das Umschalten klappt nur mit dem Steuerkreuz. Auch das Vor- und Zurückspulen ist harzig, ansonsten findet man sich im intuitiven Menü jedoch gut zurecht.

Jede Sendung wird automatisch aufgezeichnet und bleibt je nach Kanal für 30 Stunden oder 7 Tage abrufbar. Wer den Fernseher zum Beispiel mitten im «Tatort» einschaltet, kann per Knopfdruck an den Anfang springen oder über die integrierte digitale Fernsehzeitschrift «Tele» die verpasste Quizshow vom letzten Montag abrufen.

Nützlich ist die Funktion, Aufzeichnungen auf einen USB-Stick zu laden und auf dem Notebook zu schauen. Gelungen ist zudem die Top-10-Ansicht, die zeigt, was andere Nutzer gern sehen. Wilmaa kostet einmalig Fr. 200.– und Fr. 30.– pro Monat.

Autor: Reto Vogt