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02. April 2013

Tücken beim Handy-Wechsel

Nicht einfach, aber machbar: Der Datenumzug beim Wechsel von einem iPhone zu einem Android-Smartphone und umgekehrt.

iPhone
Der Datenumzug beim Wechsel von einem iPhone zu einem Android-Smartphone und umgekehrt ist nicht einfach. (Bild: zVg.)

Wer ein iPhone hat, bleibt meistens dabei. Wer ein Android-Handy hat, ebenfalls — denn der Wechsel des Betriebssystems wird einem nicht leicht gemacht: Die Apps, die man gratis heruntergeladen oder gekauft hat, können nicht in ein anderes System übernommen werden. Bei einem Gerätewechsel müssen die kostenpflichtigen Apps neu gekauft und die Gratis-Apps, falls sie im neuen System erhältlich sind, neu zusammengesucht werden. Steht trotzdem ein Systemwechsel an, gilt es, die Daten vom alten Gerät auf das neue zu übertragen beziehungsweise von einem Account zum anderen.

Kalender und Adressbuch können übertragen werden

iPhone-Besitzer benötigen einen Apple-Account, um ihr Smartphone nutzen zu können, bei Android wird ein Google-Konto vorausgesetzt, und beim Windows-Handy ein Konto bei Microsoft. Terminkalender und Adressbuch können von einem System ins andere gezügelt werden. Dazu sollte man für die Smartphonedaten zuerst einmal ein Backup auf dem PC oder in der Cloud erstellen. Vom iPhone müssen die Daten auf ein Google-Konto übertragen werden. Dafür muss man auf dem iPhone ein Google-Konto (Exchange) erstellen und dort die entsprechenden Einstellungen vornehmen, welche Kontakte und Kalender mit Google synchronisiert. Danach können die Daten mit dem Android-Handy abgerufen werden. Dies klappt auch in umgekehrter Richtung. Um die E-Mails auf das neue Handy zu laden, genügt es, auf diesem mit den entsprechenden Zugangsdaten das eigene E-Mail-Konto neu einzurichten.

Wie Bilder auf das andere Handy-Betriebssystem kommen

Neben Kontakten, Kalender und Mails können auch Fotos von einem System ins andere übertragen werden. Hier bietet sich einerseits der Weg via USB-Kabel zum PC an, wo die Bilder abgelegt und danach auf das neue Handy geladen werden können. Beim iPhone geschieht dies üblicherweise über iTunes, beim Android-Gerät können die Bilder direkt in einen Foto-Ordner verschoben werden. Andererseits können die Fotos kabellos per Cloud abgeglichen werden. Beim iPhone schickt man die Bilder per Fotostream automatisch an den Online-Speicher, von wo die Bilder auch auf den PC geladen werden können. Bei Android geschieht dies etwa mit Google+ oder mit einem Cloud-Dienst wie Dropbox.

Die gekauften Apps gehen zwar verloren, doch viele Gratis-Apps, die man zuvor auf dem Android-Handy genutzt hat, finden sich auch im App Store von Apple und umgekehrt. Bei Windows-Smartphones hingegen muss man auf mehr Apps verzichten.

Autor: Felix Raymann