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29. September 2014

Top-Serien von Netflix und UPC Cablecom

Für einen Monatsbeitrag zeigen Netflix und UPC Cablecom Filme und Serien auf Abruf. Bis jetzt einmalig in der Schweiz! Hier gibts die jeweils vier besten Hits in der Übersicht. Plus einen gemeinsamen Klassiker, den Sie sehen müssen.

Breaking Bad

Quelle: YouTube / Ivan Burgueno

Als der brave und etwas überkorrekte Chemielehrer Walter White (Bryan Cranston) erfährt, dass er Krebs hat und nicht mehr lange leben wird, sucht er verzweifelt nach einem Weg, seiner Frau und seinem Sohn keinen Schuldenberg zu hinterlassen. Diese Suche führt ihn eher zufällig zu seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul), ein Tunichtgut, der die Droge Crystal Meth herstellt und verkauft. White realisiert, dass er mit seinem Chemiewissen nicht nur eine qualitativ sehr viel bessere Droge produzieren, sondern mithilfe von Jesses Verkaufsnetz auch genügend Geld machen könnte, um seiner Familie nach seinem Ableben ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Whites Weg in die Gesetzlosigkeit führt zu einer Reihe haarsträubender Abenteuer mit rivalisierenden Drogengangs, dem Gesetz und der eigenen Familie, vor der White seine illegalen Aktivitäten um jeden Preis geheim halten will. Ein hochspannender Krimithriller mit gleichermassen viel Drama und Comedy, der sein Niveau über 60 Folgen lang zu halten vermag.
USA, 2008–2013, zu sehen auf Netflix

Fawlty Towers

Quelle: YouTube / BBC Comedy Greats

Wer die britische Anarcho-Satiriker-Truppe Monty Python mag, der wird diese kleine Serie lieben. Python-Mitglied John Cleese hat sie nicht nur entwickelt, sondern spielt darin auch die Hauptrolle, den cholerischen, inkompetenten und überraschend unhöflichen Hotelbesitzer Basil Fawlty. Dieser muss sich nicht nur mit seltsamen und renitenten Gästen herumschlagen, er zankt sich auch hingebungsvoll mit seiner deutlich cleveren Gattin Sybil und versucht verzweifelt, mit seinem portugiesischen Gastarbeiter Manuel zu kommunizieren. Das Ergebnis ist schreiend komisch und bis heute eine der grossen Perlen des britischen Humors.
GB, 1975 und 1979, zu sehen auf MyPrime

House of Cards

Quelle: YouTube / Netflix

Dieses Politdrama hat Netflix selbst produziert und finanziert, es ist sozusagen das qualitative Aushängeschild des Streaming-Dienstes. Und es gehört zum Besten, was Politjunkies derzeit auf dem Bildschirm sehen können. Kevin Spacey spielt Francis «Frank» Underwood, den Majority Whip der demokratischen Partei im US-Repräsentantenhaus; seine Aufgabe ist es, in der grossen Parlamentskammer Parteidisziplin herzustellen und Vorlagen erfolgreich durchzubringen. Dazu gehören Drohungen, Schmeicheleien, Intrigen, Deals, öffentlicher Druck – alles halt, was nötig ist. Underwood ist ein mit allen Wassern gewaschener, ruchloser Manipulator, der die Mechanismen in Washington wie kein Zweiter kennt und zu nutzen weiss. Und sein Ziel ist, für sich selbst so viel Macht zu gewinnen, wie es nur geht. Notfalls geht er dafür auch über Leichen. Die Serie bietet alles: Sex, Mord, Intrigen, vor allem aber ist es eine Studie über die Spielchen an den Hebeln der Macht. US-Politiker versichern zwar, die Serie sei völlig übertrieben, aber so richtig glauben mag man es ihnen nicht.
USA, seit 2013, zu sehen auf Netflix

Little Britain

Quelle: YouTube / TheComedyBunkerHD

Diese Serie ist quasi die schlecht geschminkte, etwas heruntergekommene Enkeltochter des altehrwürdigen «Monty Python’s Flying Circus». Schräg, böse, anarchisch, manchmal einfach nur blöd, parodiert sie Grossbritannien als Nation exzentrischer, seltsamer Vögel. Jede Folge besteht aus mehreren voneinander unabhängigen Episoden mit unterschiedlichen Figuren, die in den späteren Folgen wieder auftauchen. Da ist zum Beispiel der britische Premierminister, dessen männlicher Assistent unsterblich in ihn verliebt ist. Oder die Fat-Fighters-Selbsthilfegruppe, deren Leiterin man sich in keiner Lebenssituation als Beraterin wünscht. Oder ein in Hochgeschwindigkeit plapperndes White-Trash-Girl, das ihre Umgebung mit ihrer selbstsicheren Begriffsstutzigkeit zur Verzweiflung treibt. Hinter der Serie stehen die beiden begnadeten Komiker Matt Lucas und David Walliams, die fast alle zentralen Rollen der Serie selbst spielen, zum Teil in wildesten Verkleidungen und ohne Rücksicht auf Verluste.
GB, 2003–2009, zu sehen auf MyPrime

Sons of Anarchy

Quelle: YouTube / 100percentchris

Im Zentrum dieses ungewöhnlichen Crime-Dramas steht die Biker-Gang Sons of Anarchy, die mit ihren illegalen Aktivitäten eine ganze kalifornische Kleinstadt de facto unter Kontrolle hat. Was die Serie über klassische Krimis hinaushebt, sind das ungewöhnliche Setting in der nach rigiden Regeln operierenden Bikerwelt und die geradezu shakespeareschen Beziehungsdramen, die sich neben den Waffenschiebereien und Gangabrechnungen so abspielen. Getragen von einem grossartigen Cast starker Charakterdarsteller (Ron Perlman, Charlie Hunnam, Katey Sagal) lotet diese recht gewalttätige Serie so ziemlich sämtliche menschliche Abgründe aus, die man sich vorstellen kann.
USA, seit 2008, derzeit läuft dort die letzte Staffel, zu sehen auf Netflix

Star Trek – The Next Generation

Quelle: YouTube / Startrek

Ein Klassiker. Unter der Führung des klugen, intellektuellen Franzosen Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) ist das Raumschiff Enterprise im All unterwegs, um neue Zivilisationen zu entdecken, interstellare Phänomene zu erforschen und überhaupt dorthin vorzustossen, wo noch keiner zuvor gewesen ist. Die Nachfolgeserie des legendären «Star Trek» aus den späten 60er-Jahren erwies sich als so grosser Hit, dass es seither ohne Unterlass neue Abenteuer aus der Föderation der vereinten Planeten gibt. Bisher entstanden insgesamt fünf TV-Serien und zwölf Kinofilme, der nächste ist bereits in Vorbereitung. Was «The Next Generation» auszeichnet, sind die vielen moralisch-ethischen Fragen und Dilemmas, mit denen die Crew um Captain Picard immer wieder konfrontiert wird – dies ist es auch, was die Serie über die übliche Sci-Fi-Dutzendware weit hinaushebt. Zudem entspringen ihr ein paar der grossartigsten Bösewichte der Science-Fiction, allen voran das Maschinenwesenkollektiv der Borg und die hyperkapitalistischen, gierigen Ferengi.
USA, 1987–1994, zu sehen auf MyPrime

Suits

Quelle: YouTube / Blockbuster Australia

Die smarte New Yorker Anwaltsserie oszilliert ständig zwischen Drama und Komödie, was einen Teil ihres Reizes ausmacht. Zudem spielt sie sich auf zwei Ebenen ab – einerseits wird meistens pro Folge ein Fall geklärt (nicht immer erfolgreich), andererseits entwickelt sich das Beziehungsgeflecht der Figuren über die Folgen und Staffeln hinweg immer weiter. Im Zentrum steht der trickreiche, erfahrene Anwalt Harvey Specter (Gabriel Macht), der sich den jungen, unkonventionellen Studienabbrecher Mike Ross (Patrick J. Adams) als Assistenten in seine Kanzlei holt. Der hat zwar kein Anwaltspatent, aber das perfekte Gedächtnis, was ihn in der sehr papierkramlastigen Welt des amerikanischen Justizsystems extrem wertvoll macht. Doch während Harveys Priorität meist darin besteht, möglichst viel Geld für seine Kanzlei zu machen, verfügt Mike über einen untrüglichen Sinn für Gerechtigkeit, was die Zusammenarbeit nicht immer leicht macht.
USA, seit 2011, zu sehen auf Netflix

The Office

Quelle: YouTube / BBC Worldwide

Selbst seinem schlimmsten Feind würde man David Brent nicht als Chef wünschen. Inkompetent und aufgeblasen, hält er sich für den grossartigsten Manager, Vorgesetzten und überhaupt Menschen aller Zeiten. In Wirklichkeit ist er meist nur anbiedernd, peinlich und sorgt für viele unbehagliche Momente im Arbeitsleben seiner Angestellten und Chefs. «The Office» ist keine Komödie im klassischen Sinn, die Serie ist eine teils fast schon physisch schmerzhafte Übung im Fremdschämen – und doch karikiert es gleichzeitig das Büroleben durchaus treffend. Formal kommt es rüber, als wäre es eine Dokumentation, was die peinliche Authentizität noch erhöht. Ein Geniestrich des britischen Komikers Ricky Gervais, der diesen Kotzbrocken von einem Chef auch gleich selbst verkörpert.
GB 2001-2003. zu sehen auf MyPrime

The Walking Dead

Quelle: YouTube / UndeadGamers

Eigentlich geht es um Zombies, aber irgendwie auch wieder nur am Rande. Im Zentrum der äusserst populären Dramaserie steht eine Gruppe von Überlebenden einer Zombie-Apokalypse. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr, die Zivilisation ist kollabiert, überrannt von lebenden Toten, es herrscht wieder das Recht des Stärkeren. Die wenigen verbliebenen Menschen irren durchs Land, suchen Nahrung, Schutz und müssen sich immer wieder gegen Zombie-Attacken wehren – oder gegen andere Menschen, die ebenso ums Überleben kämpfen. Inmitten des Chaos hat sich rund um die Familie des ehemaligen Sheriffs Rick Grimes (Andrew Lincoln) eine Gruppe Leute geschart, die sich dem Überlebenskampf gemeinsam stellen und versuchen, einen Rest Zivilisiertheit aufrechtzuerhalten. Was vordergründig als Actionserie mit Horrorelementen daherkommt, ist gleichzeitig ein hintergründiges Drama um Beziehungen in Extremsituationen und fundamentale Fragen zur Menschlichkeit.
USA, seit 2010, 5. Staffel startet demnächst, zu sehen auf MyPrime und Netflix