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10. Juni 2014

Tomatenhausbau à la Bohnebluescht

Ihr träumt von einem Tomatenhaus aus alten Fenstern? Der Herzensmann der «Bohne, Bluescht & Berger»-Bloggerin hat einen Prototyp gebaut. Abkupfern ausdrücklich erlaubt!

Tomatenhaus fertig
So präsentiert sich das Bohnebluescht-Tomatenhaus fixfertig. Jetzt fehlen nur noch die – Tomaten!

Eine liebe Gartenfreundin meinerseits konnte letzten Spätsommer fünf alte Fenster - drei grosse und zwei etwas kleinere - ergattern. Plan war, die nächste Gartensaison in ihrem Schrebergarten als stolze Tomatenhüslibesitzerin zu starten. Doch wie es halt so ist, plötzlich war sie da, die nächste Gartensaison, und die alten Fenster, die waren immer noch nur alte Fenster. Zum Glück für meine liebe Gartenfreundin und zum Glück für mich, die ich immer nach neuen Themen für meinen Gartenblog suche, wars aber meinem Herzensmann grad langweilig (der Hühnerstall längst aufgerichtet und Sitzplatz Nummer 6 bereits amortisiert). Und so kann ich Euch hier und jetzt nach dem «Teichbau à la Bohnebluescht» nun stolz den Bau des ersten «Bohnebluescht»-Tomatenhüslis präsentieren.
Vorab zwei Anmerkungen, - wie beim Teichbau - sozusagen das Kleingedruckte in Grossbuchstaben:
Erstens: Der Tomatenhausprototyp wurde nach bestem Wissen und Gewissen von uns selber erbaut, also nicht von irgendeinem dipl. Ing. Prof. Mag. Tomatenhausbauer. Frau Bohnebluescht, ihr Herzensmann und all die netten Mithelfer übernehmen daher null Haftung für jegliche Zwischenfälle bei einem Nachbau Eurerseits.
Zweitens: Die Grösse des Tomatenhauses steht und fällt mit der Grösse der Fenster. Ich verzichte daher auf irgendwelche Massangaben. «Gäbig» ist eine Höhe, bei der Ihr Euch nicht jedesmal den Kopf einrennt. Und von der Tiefe her würde ich die Breite eines normalen Gartenbeetes nicht überschreiten. Dann könnt Ihr Eure Tomaten nämlich bestens von aussen her bedienen.
Und jetzt gehts los mit dem «Do it yourself», und zwar in zwei Kapiteln:
Im ersten Teil seht Ihr die Entstehung, im zweiten gehts dann um den Transport von der Bohnebluescht-Produktionsstätte bis zum endgültigen Standort in einem Schrebergarten rund 30 Kilometer entfernt. Warum wir das Ganze nicht gleich vor Ort gebaut haben? Hätten wir ja gerne. Aber ohne Strom geht nix beim Häuslebau und schon gar nicht die Stichsäge. Und Strom gabs und gibts in besagtem Schrebergarten leider nicht.
Kapitel 1: Die Entstehung


Kapitel 2: Transport und Finetuning

Und was sind die Folgerungen aus der ganzen Aktion?
Erstens: Herzensmänner sind eine wirklich tolle Erfindung, vor allem, wenn sie gut und gern mit Stichsäge & Co. hantieren!

Zweitens: Die alten Ägypter waren Siebesieche, die haben nämlich nicht nur Tomatenhüsli, sondern ganze Pyramiden (oder zumindest die Riesenquader dafür) durch die Gegend gerollt.

Drittens: Tomaten könnte man sicherlich auch einfacher haben, aber ob sie dann so viel Freude machen?

Autor: Almut Berger

Fotograf: Almut Berger