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10. November 2014

Tod auf Ansage

Die App «Deadline» berechnet mit Apples Health-Daten das Todesdatum
Die App «Deadline» berechnet mit Apples Health-Daten das Todesdatum (Bild: Dailymail/Gist/Deadline).

Apple und Google sind wie Zwillinge. Ihre Betriebssysteme gleichen sich mit ein paar klitzekleinen Unterschieden wie ein Ei dem anderen. Das von Apple hat ein bisschen die härtere Schale, Googles Android ist dafür ein wenig runder. Aber wenn einer der beiden von seinem Entwicklerpapa etwas geschenkt bekommt, will es der andere auch.

Zuletzt passiert ist das beim Thema Gesundheit. Keine vier Wochen nachdem Apple bei seiner neusten Betriebssystemversion iOS 8 die «Health»-App integrierte, stellte Google sein «Fit»-Programm vor. Beide haben – natürlich – fast alles gemeinsam. Sie sammeln Informationen aus Fitness-Apps wie Runtastic oder Runkeeper und sind ausserdem mit sogenannten Wearables kompatibel. Das sind zum Beispiel Armbändchen, die Schritte zählen, Waagen, die den Körperfettanteil berechnen, oder Pulsmesser, die den Herzschlag messen. Die Gesundheitszwillinge fassen alle Infos zusammen und visualisieren sie. Dank der härteren Schale von Apples Ei gibts einen Unterschied: Dort bleiben alle Daten auf dem Telefon, während sie Google rauslässt und passwortgeschützt via Internetbrowser zugänglich macht.

Gesundheitsbewussten Menschen nützt das sicher nicht viel. Allen anderen wird pfannenfertig serviert, wie ungesund sie essen und wie wenig sie sich bewegen. Und falls das nicht genügend motiviert, übernimmt die App Deadline . Sie berechnet aus den Health-Daten das Todesdatum.

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Autor: Reto Vogt