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21. März 2016

Die besten Tipps zur Kolumbien-Reise

Die Reisejournalistin verrät Wissenswertes zu Reisezeit, Sicherheit, lohnenden Unterkünften, Sightseeing und Sport zur Reportage («Aufbruch in Kolumbien»).

Restaurant Hacienda im Zentrum von Medellín mit traditioneller kolumbianische Küche.
Restaurant Hacienda im Zentrum von Medellín mit traditioneller kolumbianische Küche.

Anreise: via Amsterdam mit KLM oder via Madrid mit Iberia oder Avianca.

Reisezeit: Am wenigsten Niederschläge hat es von Dezember bis März sowie Juli und August, in diesen Monaten hat es folglich auch weniger Mücken.
An der Küste ist es das ganze Jahr heiss mit hoher Luftfeuchtigkeit, in den Anden kann es vor allem nachts bitter kalt werden.

SICHERHEIT
Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln ist man auch als Individualreisender relativ sicher unterwegs:
1. Sich bei der Ankunft an einem neuen Ort über die Sicherheitslage informieren.
2. Keine Gadgets und keinen Schmuck zur Schau tragen.
3. Keine Drinks von Fremden annehmen.
4. Taxis wenn möglich via Telefon bestellen.
5. Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA beachten.

Patenschaften: Wer sich für eine Patenschaft in Kolumbien interessiert, kann sich auf der Seite von Oliver Häberlin über das Projekt informieren, im Menü unter «Engagement»:
www.oliverberlin.biz

Zika: Das von der Asiatischen Tigermücke übertragene Zika-Virus steht im Verdacht, Missbildungen bei Kindern im Mutterleib zu verursachen.
Wer nicht schwanger ist, muss sich nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht davor fürchten.

PABLO-ESCOBAR-TOUR
Auf der rund vierstündigen Tour besichtigt man verschiedene Orte in Medellín, an denen der Drogenbaron seine Spuren hinterlassen hat. Dabei erfährt man viel über sein schillerndes Leben und seine dunkle Seite.
Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter. Zu empfehlen ist die Tour von Pionier Nico Solorzamo (35), der die Tour seit acht Jahren auf dem Programm hat: www.paisaroad.com

PURE KITE SURF
Die Kite-Surf-Schule von Christina Varveris liegt 25 Minuten von Cartagena entfernt, an einem praktisch menschenleeren Strand. Wind hats von Dezember bis Juni. Auf Anfrage organisiert Christina auch sechstägige Kite-Safaris entlang der Karibikküste: www.purekitesurf.com

HOTELS

In Bogotá: Alle Zimmer des Anandamayi Hostel gehen auf drei hübsche Innenhöfe. Alles ist sehr gepflegt und liebevoll eingerichtet. Das Hostel liegt in der kolonialen Altstadt von Bogotá, Candelaria, und wird von einer weit gereisten kolumbianischen Anthropologin geführt. Sie beschäftigt ausschliesslich alleinerziehende Mütter. Das Doppelzimmer kostet rund 45 Franken: www.anandamayihostel.com

In Medellín: Wer Patina und Authentizität liebt, ist im Hotel Nutibara im Zentrum von Medellín richtig. Der Bau stammt aus den 40er-Jahren und war einst ein beliebter Treffpunkt der High Society. In den unteren Etagen sind die Fenster zum Teil schlecht verglast und die Zimmer weniger hübsch. Daher lohnt es sich, gleich ein Superior-Doppelzimmer im 10. Stock für 50 Franken zu buchen: www.hotelnutibara.com
Partygänger wohnen vorzugsweise im Poblado, einem bei Touristen beliebten Quartier, in dem es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

In Cartagena: Ein hübsch restauriertes Kolonialhaus im Zentrum ist das Pedro Romero, teilweise mit antiken Möbeln ausgestattet, auch einige der alten Böden sind noch im Originalzustand. Zudem lockt ein lauschiger Innenhof. Standard-Doppelzimmer ab rund 30 Franken: www.alojamientocasapedroromero.com

Autor: Andrea Freiermuth

Fotograf: Joaquín Sarmiento / Laif