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06. Januar 2014

Tippen auf dem Tisch

Allzeit bereit: Die Tastatur für den Hosensack blendet auf jeder Oberfläche ein virtuelles Tastenfeld ein, das sich auf praktisch jedem Gerät zur Texteingabe nutzen lässt.

Ein kleines Gerät projeziert die Tastatur auf den Tisch
Dank Projektion: Eine Tastatur für jede Fläche.

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Smartphones und Tablets haben einen entscheidenden Nachteil gegenüber Notebooks. Ihnen fehlt eine richtige Tastatur. Besonders wer längere Texte tippen will, empfindet die Bildschirmeingabe oft als mühsam. Dazu gibt es zwei Alternativen: entweder eine externe Tastatur, die meistens genau so viel Gewicht auf die Waage bringt wie das Gerät selbst, oder etwas für den Hosensack! Das «Celluon Magic Cube Virtual Laser Keyboard» ist etwa so gross wie ein Feuerzeug und projiziert eine virtuelle Tastatur auf den Schreibtisch.

Die Handhabung des 150 Franken teuren Geräts ist denkbar einfach. Direkt nach dem Einschalten erscheint auf der Fläche vor dem Projektor sofort eine rote Tastatur, die etwa 25 mal 15 Zentimeter misst. Die einzelnen Tasten sind angenehm gross, sodass sie sich problemlos treffen lassen. Jetzt gilt es ein Tablet, Smartphone oder beispielsweise auch eine Spielkonsole anzuschliessen. Einzige Voraussetzung ist ein Bluetooth-Anschluss. Im Test klappt die Koppelung mit dem iPhone 5S problemlos innert weniger Sekunden.

Die Texteingabe über die virtuelle Tastatur geht gut von der Hand. Allerdings kommen Schnellschreiber nicht voll auf ihre Kosten. Vorteile gegenüber der reinen Bildschirmtastatur sind zwar spürbar, aber nicht genug: Erstens lässt sich das Zehnfingersystem nicht flüssig anwenden, und zweitens ist es anders als bei den integrierten Tastaturen nicht möglich, das Buchstabenlayout zu ändern. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz der Laserkeyboards aufgrund der grösseren Tasten höchstens für Smartphones, aber nicht bei Tablets.

Autor: Reto Vogt