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12. Januar 2015

Test: Smart Cityflitzer Forfour 71

In der dritten Generation gibts den Smart wieder als Viersitzer. Leserfamilie Strebel aus Oberdürnten hat den Cityflitzer Forfour getestet. Wollen auch Sie ein Auto testen? Bewerben Sie sich jetzt!

Smart Cityflitzer Fourfor
Smart Cityflitzer Fourfor mit der Testfamilie Strebel aus Oberdürnten ZH.

Zu dritt im Smart? Was Familie Strebel aus Oberdürnten ZH heute testet, ist künftig ganz normal: Die dritte Smart-Generation gibts – wie einst die erste Auflage – auch wieder als vierplätzigen Forfour. Macht das Sinn? Spass auf jeden Fall. «Stylisch und flott! Endlich ein richtig modernes Auto», lobt Sabrina Strebel (12). Ihr Mami Stefanie Strebel (52) stimmt zu: «Der Smart gefällt rundum.» Dann aber betont die Leiterin Abfall & Recycling der Stadt Dübendorf ZH die inneren Werte, die ein Auto erfüllen muss: «Mein Mann und ich sind beide gross und fahren viel. Da zählen Platz, Komfort, Sicherheit – und weniger Verbrauch als in unseren zwei Audi A1 wäre auch wünschenswert.» Ob der Smart das packt?

«Vorne haben wir viel Platz. Der Einstieg hinten ist trotz im rechten Winkel öffnender Türen knapp, man sitzt dennoch gut», staunt Roland Strebel (56). «Der Kofferraum ist klein, aber man kann die Sitze einfach umklappen.» Positiv kommen die gute Rundumsicht, viele Ablagen und die hochwertig-fröhliche Cockpitgestaltung an. Kritik trifft nur Details: «Meiner Frau fehlt eine Sitzheizung», so der Leiter Elektrounterhalt. «Wir hatten ausserdem eine Fehlermeldung im Display, und die Schalter links vom Lenkrad liegen zu tief. Grandios hingegen ist der Wendekreis.» Tatsächlich teilt sich der Forfour mit dem technisch baugleichen Renault Twingo den Titel Kleinster aller Fünftürer. Stefanie Strebel weiter: «Auch gute Lenkung und Federung gefallen. Kurz: ein ideales Stadtauto, das auch auf der Autobahn zu Hause ist.» Zum Motor meint Roland Strebel: «Im Normalfall reichen 71 PS gut aus. Am Berg allerdings wirken sie zu träge. Das Schaltgetriebe passt, aber wir hätten lieber einen Automaten.» Den gibts übrigens noch in diesem Jahr.

Alles prima also? Beinahe. Wie bei fast jedem Familientest liegen Welten zwischen Norm- und Realverbrauch. «Im Schnitt verbrauchten wir auf 600 Testkilometern 6,2 statt der angegebenen 4,2 Liter», sagt Stefanie Strebel: «Ausserirdisch für diese Autogrösse! Schade, sonst würden wir ihn kaufen. Zumal der Preis mit zehn Jahren Gratisservice sehr fair ist.»

CO₂-RICHTWERTE

Dieses Jahr dürfen Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur noch 130 g/km CO2 ausstossen, bis 2021 gar nur noch 95 g/km. Der Testwagen liegt mit 97 g/km bereits deutlich unter dem Zielwert für 2015 ‒ und obendrein auch schon annähernd auf dem gewünschten Niveau für das Jahr 2021.

Autor: Timothy Pfannkuchen