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24. Oktober 2016

Test: Apple Watch Series 2

Apple verfeinert seine Armbanduhr. Die Series 2 ist neu wasserdicht und besitzt ein GPS-Modul. Auch das Vorgängermodell profitiert von der Weiterentwicklung.

Apple Watch Series 2
Stresstest bestanden: Die Apple Watch Series 2 kann beim Schwimmen getragen werden.

Smartwatches heissen nicht etwa so, weil sie besonders smart wären. Ihre Bezeichnung rührt daher, dass die Geräte dank einer Internetverbindung stets die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt parat haben. Theoretisch.

Bei der Apple Watch Series 2 stimmt nicht mal das, zumindest nicht ganz. Sie kann nämlich nicht selbständig aufs Internet zugreifen, sondern benötigt dafür ein Handy desselben Herstellers, das nicht älter als vier Jahre ist.

Verglichen mit der ersten Armbanduhr des Apfelkonzerns besitzt die Series 2 immerhin ein GPS-Modul. Das hat den Vorteil, dass das Smartphone beim Fitnesstraining daheimbleiben kann, und die zurückgelegte Strecke trotzdem aufgezeichnet wird. Weil die Uhr ausserdem wasserdicht ist, übersteht sie auch ein ausgiebiges Schwimmtraining ohne Schaden.

Im Test konnten ihr 45 Minuten unter Wasser nichts anhaben. Falls trotzdem Wasser in die Uhr eindringen sollte (was ihr laut dem Hersteller nicht schadet), kann dieses durch Drehen an der Krone wieder hinausspediert werden. Im Test klappte das bestens.

Einen kleinen Nachteil gibt es trotzdem: Beim Schwimmen funktioniert der integrierte Pulsmesser nur unzuverlässig, weil der Sensor ständigen Hautkontakt braucht.

Update macht aus alt fast neu

Nebst den erwähnten Neuerungen und dem üblichen Temposchub, den neue Geräte gegenüber ihren Vorgängern mit sich bringen, punktet die Apple Watch Series 2 vor allem mit ihrem Betriebssystem «watchOS 3». Dieses ist so intuitiv und simpel zu bedienen, sei es via Touch-Display oder Sprache mit dem Befehl «Hey Siri», dass es eine Freude ist.

Auf Knopfdruck sind häufig verwendete Apps oder die Zahlfunktion «Apple Pay» verfügbar, sofern eine passende Kreditkarte hinterlegt worden ist. Ein weiterer Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten ist die überaus gelungene App «Watch», mit der alle wichtigen Uhreinstellungen bequem am Smartphone-Bildschirm vorgenommen werden können.

Dazu zählen unter anderem die Wahl des Zifferblatts, die Bestückung des Docks (dort befinden sich die häufig genutzten Apps) oder die Festlegung von Display-Helligkeit, Textgrösse, Tönen und Haptik.

Nur ist es so, dass «watchOS 3» nicht exklusiv für die neue Apple Watch zur Verfügung steht, sondern auch auf der alten installiert werden kann. Diese Modelle kosten je 120 Franken weniger und bieten nach einem Software-Update – ­ab­gesehen von GPS, Wasserschutz und ein bisschen mehr Tempo – ­genau dasselbe.

Die Apple Watch Series 2 ist ab 400 Franken bei Melectronics erhältlich.

Autor: Reto Vogt