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03. Oktober 2016

Test: Apple iPhone 7

Optisch ist das iPhone 7 kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Das neue Apple- Telefon bietet aber dennoch spannende Neuerungen – etwa die Kopfhörerbuchse, die nicht mehr da ist. Im Video zeigen wir ausserdem, wie das Gerät baden geht.

Apple ist sich untreu geworden. Bis jetzt hat der Konzern das Aussehen seines iPhones jedes zweite Jahr merklich verändert. Heuer nicht: Liegen das iPhone 7 und sein Vorgänger nebeneinander, ist auf den ersten Blick kein Unterschied festzustellen.

Wer genauer hinschaut, bemerkt jedoch die fehlende Kopfhörerbuchse an der Unterseite. Weil im Lieferumfang aber sowohl funktionierende Kopfhörer als auch ein Adapter für alte Musikspieler dabei sind, bedeutet das nur eine minime Einschränkung: iPhone-7-Besitzer können nicht gleichzeitig kabelgebundene Kopfhörer nutzen und das Gerät aufladen, weil dafür der gleiche Anschluss verwendet wird. Ohne Kopfhörer macht der Musikgenuss dafür so viel Spass wie nie, weil erstmals Stereolautsprecher an Bord sind.

Keine optische Änderung gibts hingegen beim Home-Button, obwohl dieser physisch gar nicht mehr existiert. An seine Stelle ist eine berührungsempfindliche, leicht vertiefte Fläche gerückt, die bei jeder Interaktion haptisches Feedback gibt. Dieses erfolgt über die sogenannte «Taptic Engine», die von jedem App-Anbieter genutzt werden kann. Spannend ist das vor allem bei Spielen, bei denen dadurch das Gehäuse etwa bei Explosionen oder Fussball-Lattentreffern leicht vibriert.

Besserer Akku und wasserdicht

Generell stellen moderne Spiele und andere ressourcenhungrige Anwendungen wie zum Beispiel Videobearbeitung das iPhone 7 nicht vor Probleme. Dank dem neuen A10-Prozessor erfährt es auf jeden Fall eine Leistungsstei­gerung – auch wenn die vom Her­steller genannten 40 Prozent ­Zuwachs im Test nicht nachvollziehbar ­waren. Das Gleiche gilt für den 4,7 Zoll grossen Bildschirm, der Farben und Kontraste zwar brillant darstellt, aber nicht wie versprochen 25 Prozent heller ist als der Vorgänger.

Die Veränderungen führten dazu, dass Apple einen Akku einbauen konnte, der das Telefon für ein bis zwei Stunden länger leben lässt. Ausserdem erhält das iPhone 7 das Prädikat «wasserdicht»! Das bedeutet jedoch nicht, dass es auf einem Tauchgang in der Südsee als Kamera genutzt werden kann. «Wasserdicht» bedeutet, dass das iPhone 7 nicht kaputtgeht, wenn es in die Toilette oder Badewanne fällt. Doch sich deswegen keine Sorgen mehr machen zu müssen, ist viel wert.

Ausserdem wurde der integrierte Fotoapparat verbessert, der neu einen optischen Bildstabilisator besitzt. Das ermöglicht speziell bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Fotos und Videos. Nicht zuletzt deshalb ist das iPhone 7 ein sehr gelungenes Smartphone.

Apple lanciert gleichzeitig das iPhone 7 Plus mit 5,5-Zoll-Display, das eine noch bessere Kamera besitzt. Ab 760 Franken im Handel.

Autor: Reto Vogt