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20. Oktober 2014

Töggeli-Queen Cindy Moser: «Ich bin enttäuscht. Sehr sogar»

Cindy Moser ist am Montag von der Weltmeisterschaft in Venedig zurückgekehrt. Im Interview mit Migrosmagazin.ch spricht sie rückblickend über das Turnier und kann dabei ihre Enttäuschung nicht verbergen.

Töggeli-Queen Cindy Moser
Töggeli-Queen Cindy Moser.

Im Vorfeld der Weltmeisterschaft im Tischfussball war Cindy Moser überzeugt, Weltmeisterin werden zu können. Leider hat sie ihr Ziel nicht erreicht. Warum, sagt Moser im Interview mit Migrosmagazin.ch.

Cindy Moser, Sie sind heute von der Tischfussball-Weltmeisterschaft aus Venedig zurückgekehrt. Konnten Sie sich schon wieder erholen?

Nein, nicht wirklich. Wir sind heute Morgen früh zu Hause angekommen. Zum Glück habe ich heute noch frei (lacht).

Was bringen Sie uns mit?

Einen Pokal. Zusammen mit meiner Partnerin holte ich im «Rookie-Doppel» den zweiten Platz. Das freut mich sehr.

Sonst liefs leider nicht so gut wie erhofft …

Das stimmt. Im Einzel bin ich bereits in der zweiten Runde gegen die neue Weltmeisterin ausgeschieden. Im Damen-Doppel war nach dem Achtelfinale Schluss, mit der Nationalmannschaft leider bereits nach der Vorrunde.

Sie klingen sehr enttäuscht.

Ja, das bin ich auch. Sehr sogar. Zum Glück hats bei den Rookies geklappt. Dort konnten wir uns durchkämpfen. Das gleicht die anderen, schlechten Ergebnisse etwas aus.

Woran hats gelegen? Wieso konnten Sie die gewünschten Ergebnisse nicht erzielen?

Durch meinen Job und den langen Anfahrtsweg – pro Tag bin ich zwölf Stunden unterwegs – hatte ich viel zu wenig Zeit zum Trainieren. Das wäre für dieses Turnier besonders wichtig gewesen, weil an anderen Tischen gespielt wurde. Diese Umstellung braucht Zeit.

Wie lange waren Sie vor Ort? Wie viele Spiele haben Sie gespielt?

Wir sind am Mittwoch losgefahren und wie gesagt heute früh zurückgekehrt. Donnerstag und Freitag haben wir von neun Uhr morgens bis um ein Uhr nachts praktisch durchgespielt, ich hatte nicht mal Zeit, richtig zu essen. Es war ganz schlimm … Ich kann auch aus dem Stand nicht mehr sagen, wie viele Partien ich gespielt habe.

Nehmen Sie trotzdem etwas Positives aus Venedig mit?

Sicher habe ich gute Erfahrungen fürs nächste Turnier gesammelt und viel gelernt. Es würde aber zu weit führen, jetzt darauf einzugehen. Darüber hinaus freut mich der zweite Platz wirklich. Dieser Wettkampf hat Spass gemacht.

Wie geht es weiter? Was sind die nächsten Ziele?

In zwei Wochen findet in Bonn die deutsche Meisterschaft statt. Da die Teilnahme für alle offen ist, bin ich dort am Start. Um mich gut vorzubereiten, sollte ich jeden Tag mindestens ein bis zwei Stunden trainieren. Ich hoffe, dass wir den Tisch, der dort verwendet wird, bald zu Hause haben, um mehr zu spielen.

Autor: Reto Vogt

Fotograf: Gerry Nitsch