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17. Februar 2014

Swisscom: Fünf Zukunftsthesen

Swisscom-CEO Urs Schaeppi kommentiert das Geschäftsjahr im Video-Interview. Daraus lassen sich fünf interessante Thesen für die Zukunft ableiten.

1. Surfwütige Schweizer

Schweizer werden beim Pendeln und in den Ferien immer surfwütiger. Swisscom stellte im Jahr 2013 mehr als doppelt so viel Datenverkehr fest wie im Vorjahr. Noch extremer ist der Zuwachs im Ausland: im zweiten Halbjahr surften Touristen sechs Mal mehr.
These: Das Wachstum hält ungehindert an. Swisscom muss die Netze stark ausbauen, um Kunden zufriedenzustellen.

2. Lieber bequem als günstig

Unlimitiert kommunizieren gefällt Schweizerinnen und Schweizern. Einen monatlichen Fixpreis zahlen und so viel telefonieren, sms’len und surfen ermöglichen die sogenannten Infinity-Tarife. Heute nutzen diese die Hälfte aller Swisscom-Kunden – obwohl sie dafür mehr bezahlen als vorher.
These: Swisscom verändert durch den Verkauf der Infinity-Abos das Kundenverhalten bewusst.

3. Jeder hat ein Smartphone

Swisscom verkaufte im vergangenen Jahr fast 1,7 Millionen Handys. Fast jeder vierte Schweizer ¬– inklusive Babys und Kinder – stattete sich demzufolge mit einem neuen «Knochen» aus. Das Bemerkenswerte dabei: Bereits zwei Drittel davon waren Smartphones.
These: Bis jeder Schweizer ein Smartphone besitzt, dauert es nicht mehr lang.

4. Digi-TV im Vormarsch

Immer beliebter wird das Fernsehangebot. Im letzten Jahr abonnierte der Millionste Schweizer Swisscom-TV. Damit wird das Angebot fast in jedem dritten Haushalt des Landes genutzt. Für das Unternehmen ist das eine Goldgrube: Es verkaufte fast neun Millionen Sport-Übertragungen und Hollywood-Filme.
These: Digitales Fernsehen erreicht bald jeden Haushalt. Swisscom teilt sich den Markt mit den Kabelnetzbetreibern.

5. Gut gebündelt, halb gewonnen

Den stärksten Kundenzuwachs des Jahres stellt sit bei den Bündelangeboten festzustellen. Grund dafür ist ebenfalls die Bequemlichkeit der Kunden, weil so die Rechnungen für Telefonie, Fernsehen und Internet aus einer Hand kommen. Swisscom verdiente daran mehr, als die Firma bei Einzelverträgen einbüsste.
These: Kunden beziehen ihre Dienstleistungen künftig noch stärker aus einer Hand.

Hinweis: Das Interview wurde von Swisscom-Medienteam geführt.

Autor: Reto Vogt