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21. Juli 2014

Neue touristische Attraktion im Emmental

Sechs Oberemmentaler Gemeinden haben den Holzbrücken-Weg eröffnet. Die Brückenlandschaft lädt zum Wandern, Spazieren und Velofahren ein.

Die neueste Attraktion im Emmental: der Holzbrückenweg mit rund 30 Bauwerken.

Sechs Oberemmentaler Gemeinden haben den Holzbrücken-Weg eröffnet. Die Brückenlandschaft lädt zum Wandern, Spazieren und Velofahren ein.

18 Holzbrücken befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinden Trub, Trubschachen, Langnau, Lauperswil, Signau und Eggiwil. Die älteste ist über 300 Jahre alt, die neuste wurde vor fünf Jahren erstellt. Die architektonische Vielfalt ist in der Schweiz einzigartig und bildet eine kulturhistorisch bedeutende Brückenlandschaft. Denn von den heute noch rund 300 gedeckten Holzbrücken liegt ein Drittel im Kanton Bern, wovon sich wiederum ein Drittel im Emmental befindet. Nachdem viele Holzbrücken Opfer des motorisierten Verkehrs und durch Eisen- und Betonkonstruktionen ersetzt wurden, setzte in den 1980er-Jahren eine Renaissance im Holzbrückenbau ein. Seither wurden in der Schweiz wieder über 80 Brücken aus Holz erstellt – 13 davon im Emmental.

Die Sidelenbrücke ist über 200 Jahre alt und gehört mit ihrer barocken Bauweise zu den schönsten in der Schweiz (Bild: zvg).
Die Sidelenbrücke ist über 200 Jahre alt und gehört mit ihrer barocken Bauweise zu den schönsten in der Schweiz (Bild: zvg).

Deshalb haben die Tourismusorganisationen einen Holzbrücken-Weg geschaffen, den man sowohl zu Fuss als auch mit dem Velo erfahren kann. Der rund 28 Kilometer lange Weg von der Sidelenbrücke im Trub (sie gehört zu den schönsten Emmentaler Holzbrücken, die Bauweise ist Barock) nach Eggiwil führt auf flachen Wander- und Velowegen der Trub, der Ilfis und der Emme entlang. Unterwegs gibt es Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu entdecken und dank renaturierten Flussläufen «Brätlistellen» und Bademöglichkeiten.

Der Brückenweg ist rund 28 Kilometer lang und hat viele schattige Plätze (Bild: zvg).
Der Brückenweg ist rund 28 Kilometer lang und hat viele schattige Plätze (Bild: zvg).

Auf einer speziellen Karte sind nicht nur die Wander- und Velourouten eingezeichnet, sondern auch Kurzinformationen zu den jeweiligen Brücken. Auf der Rückseite stehen Informationen zum touristischen Angebot der Gemeinden. Vertiefte Erklärungen bieten Tafeln, die unmittelbar bei den Brücken angebracht sind. Sie zeigen den geschichtlichen Hintergrund auf und anhand von abgebildeten Plänen architektonische Besonderheiten.

Tipp: Mit der Überquerung der Blapbachalp auf 1200 Meter kann man den Holzbrücken-Weg zu einer Rundwanderung erweitern. In den Gemeindeverwaltungen und den touristischen Informationsstellen sind kostenlose Karten erhältlich.
Karte und Infomaterial auf wanderungen.ch (unten unter «Downloads»)

Autor: Reto E. Wild