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29. September 2014

Superbequem

Netflix vs. Cablecom
Netflix vs. Cablecom: Beide kämpfen mit teuren Lizenzen und komplexem Urheberrecht.

Wen wollen UPC Cablecom und Netflix mit ihren Fixpreisangeboten ansprechen? Sind es die Gelegenheitszuschauer, die sich ein bis zwei Mal pro Woche bewusst vor den Fernseher setzen, oder sind es Freaks, die weder von Hollywood-Knallern noch Independentklassikern ihre Finger lassen können?

Für Erstere ist die Hürde sicher noch zu gross, einen fixen Betrag im Monat zu bezahlen. Sie verlassen sich nach wie vor auf das klassische Fernsehprogramm. Letztere hingegen haben die wichtigsten Filme und Serien bereits gesehen, die es derzeit bei UPC Cablecom und Netflix gibt.

Das ist die Krux, mit der sich die Anbieter beschäftigen müssen. Sie hadern beide mit dem komplexen Urheberrecht und teuren Lizenzen, die sie erwerben müssen. Deshalb ist es für sie kaum möglich, Überraschendes oder das Neuste zu zeigen. Das ist schade, aber nicht wirklich dramatisch.

Die Monatsbeiträge von 10 bis 18 Franken bieten genug: Sie ersetzen nicht nur den Kauf von DVDs oder den Gang in die Videothek. Nein, sie erhöhen den Fernsehkomfort dramatisch: Es macht einfach Spass, einen Film am Fernseher in der Stube zu pausieren und auf dem Tablet im Bett per Knopfdruck an genau dieser Stelle wieder zu starten. Es sind Möglichkeiten wie diese, welche die Angebote von UPC Cablecom und Netflix so attraktiv machen.

Klar, wer sich die Inhalte schon anderweitig angesehen hat, den wird das nicht hinter dem Ofen hervorlocken, aber für alle anderen ist es spannend genug.

Autor: Reto Vogt