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10. Juni 2014

Sommergäste

Seit gestern ist wieder die erste Fledermaus da.

Nr. 1 ist eingetroffen
Nr. 1 ist eingetroffen
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Gestern Abend gab es ein grosses Wetterleuchten, ein bisschen Grollen und dann Regen! War das gut! Ob die Fledermaus wegen Dichtestress oder dem Gewitter Schutz suchte, weiss ich nicht.

Schon letztes Jahr hatten wir das Vergnügen, aus nächster Nähe das Treiben der Fledermäuse zu beobachten. Sie hätten eigentlich rund ums Haus genügend Balken, wo sie sich niederlassen könnten. Die Sitzecke direkt am Haus, unsere Brutzelecke, hat es ihnen scheinbar angetan. Sie lassen sich auch nicht durch das dauernde Hin und Her stören. Da wird dann höchstens mal gegähnt, gepisst (Achtung!) oder ein bisschen herumgeknutscht. Letztes Jahr waren es manchmal drei, wobei mind. zwei immer an- und ineinandergekuschelt schliefen. Beim Einnachten machten wir den Sonnenschirm zu, damit ihre Ausflugschneise frei war. Ich konnte beobachten, dass sie sich beim Abflug immer zuerst etwas fallen lassen, um unter dem Dach hervorzukommen.

Seit zwei Wochen schon sind auch die Holzbienen aktiv. Sie bevorzugen ausschliesslich die rosa Edelwicken, die danebenliegende rosa Malve scheint nicht zu passen. Es sind recht grosse, schwerfällige, bläulich-schwarze Brummer, die einem verärgert um die Ohren fliegen, wenn man zu nahe kommt. Man könnte einen Vergleich aus der Fliegerei ziehen: So ungefähr die Tante Ju unter den Bienen und Hummeln...

Ich hoffe auch, dass bald wieder die Glühwürmchen auftauchen, heutzutage eine Seltenheit. Auch wenn im Tessin, wie im Rest der Schweiz, in der Landwirtschaft und v.a. im Rebbau viel Chemie eingesetzt wird, scheint doch die Natur noch etwas intakter zu sein. Aber z.B. existieren in den privaten Gärten immer noch viele alte Kirschlorbeerhecken, die erst entfernt werden, wenn es einen Neubau gibt. Und da diese Monokulturen praktisch ausnahmslos von Pilz, Mehltau oder weissen Fliegen befallen sind, werden sie von den Gärtnern ausgiebig gespritzt und gedüngt.

Ein weiteres Problem sind die Prozessionsraupen, die seit ein paar Wochen v.a. den Hunden gefährlich werden, aber auch Menschen sollten aufpassen. Auf der anderen Seite der Melezza (sie mündet bei Ponte Brolla in die Maggia) hängen die Nester dieser Raupen in den Bäumen. Wer mehr darüber wissen möchte, findet hier (Schweiz Aktuell- Beitrag von SRF1) weitere Informationen.