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17. August 2015

So funktioniert Windows 10

Windows 10 ist da: Nutzer können Microsofts neues Betriebssystem während eines Jahres kostenlos herunterladen und installieren. Doch es gibt noch mehr Gründe, die für Windows 10 sprechen.

Microsoft ist grosszügig. Der Konzern verteilt sein neues Betriebssystem Windows 10 kostenlos. Wer davon profitieren will, muss nur eine Voraussetzung erfüllen: Windows 7 oder 8 nutzen.

Bei diesem Hinweis steht das Update für Sie bereit
Bei diesem Hinweis steht das Update für Sie bereit (Bild: zVg).

Die Installation ist simpel. Seit Ende Juli wird bei allen Nutzern ein Hinweis eingeblendet (siehe Bild), dass das Update zur Verfügung steht. Ein Klick darauf genügt, um Windows 10 für sich zu «reservieren». Das ist nötig, weil Microsoft die 3 GB grossen Downloadpakete nicht alle auf einmal verteilen kann.

Sobald die Aktualisierung für Sie bereitsteht, werden Sie informiert – wahlweise per E-Mail oder direkt am Bildschirm. Obwohl das Update in verschiedenen Tests problemlos funktionierte und sämtliche Dokumente, Einstellungen, Programme fehlerfrei übernommen wurden, gilt auch bei Windows 10: Bevor Sie loslegen, führen Sie unbedingt eine Datensicherung der wichtigsten Dokumente, Fotos, E-Mails und Lesezeichen durch.

Sobald Sie bereit sind, starten Sie die Installation per Mausklick. Der Vorgang kann je nach vorhandener Datenmenge zwei Stunden in Anspruch nehmen.

Nach Gratisjahr 150 Franken

Windows 10 ist ein gutes Betriebssystem, das stabil läuft. Nutzer von Windows 8 profitieren jedoch stärker davon, als jene mit Windows 7. Diese können mit dem Update zuwarten, wenn sie mit ihrem aktuellen System zufrieden sind. Der Gratisdownload steht bis am 29. Juli 2016 zur Verfügung – danach kostet Windows 10 rund 150 Franken.

Wer das Update installiert und damit nicht zufrieden ist, kann innert 30 Tagen via Systemwiederherstellung zum alten Windows zurückkehren.

Die 5 wichtigsten Neuerungen

1. Startmenü: Das in Windows 8 schmerzlich vermisste Startmenü ist wieder da. Überhaupt gestaltet sich die Steuerung wesentlich einfacher, da Microsoft geschickt zwischen Maus- und Fingerbedienung unterscheidet. So gibt es neu für jede Funktion einen klickbaren Knopf, und die Bildschirmanzeige wechselt automatisch, wenn Nutzer bei Ihrem Gerät vom Notebook- in den Tabletmodus wechseln.

2. Unter einem Dach: Im Action-Center sind alle wichtigen Befehle und Informationen zusammengefasst. Microsoft zeigt dort verfügbare Systemupdates, eingegangene E-Mails, wichtige Sicherheitswarnungen oder anstehende Termine. Ebenso lässt sich im Action-Center die WLAN-Verbindung herstellen, die Bildschirmhelligkeit anpassen oder die Systemsteuerung aufrufen.

3. Fenster: Deutlich einfacher gestaltet sich das Multitasking. Bis zu vier Fenster lassen sich links und rechts am Displayrand andocken, um den Bildschirm gleichmässig aufzuteilen. Die neue «Task-View» zeigt ausserdem alle geöffneten Fenster gleichzeitig in einer Übersicht, und zwar mit aktuellem Inhalt. So lässt sich das benötigte Programm zügig finden.

4. Neuer Browser: Der Internet Explorer wird von einem Browser namens Edge abgelöst. Dieser ist schlanker und schneller als sein Vorgänger. Einer der Höhepunkte ist die Möglichkeit, handschriftliche Notizen oder Textmarkierungen zu Websites hinzuzufügen und diese abzuspeichern oder zu verschicken.

5. Modernes Passwort: Microsoft stattete Windows 10 mit einer Sprachsteuerungsfunktion aus, die aber derzeit in der Schweiz noch nicht funktioniert. Ebenfalls nur auf sehr wenigen Geräten klappt das Login per Gesichtserkennung, da dies eine sogenannte RealSense-Kamera voraussetzt. Verfügbar sind bereits seit Windows 8 hingegen «moderne Passwörter»: Nutzer können ein Foto auswählen und darauf drei Gesten ausführen – zum Beispiel einen Kreis. Nur wer diese ausführt, kann den PC entsperren.

Autor: Reto Vogt

Video: Reto Vogt