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18. November 2013

Sicheres E-Banking

Obwohl sich Betrugsversuche häufen, gilt E-Banking immer noch als sehr sicher. Im schlimmsten Fall sind Banken kulant.

Illustration zum Thema E-Banking: Eine Frau sitzt am Computer und gibt Rechungen ein, während Räuber im Hintergrund einen Lastwagen mit Geld beladen.
Die absolute Sicherheit gibt es auch beim E-Banking nicht. Vor allem das mTAN-Verfahren ist heikel. (Illustration: Melk Thalmann)

Ausserdem zum Thema: Wer Bankgeschäfte mit dem Handy abwickelt, muss ein paar zusätzliche Regeln beachten. Zum Artikel

Wer seine Bankgeschäfte im Internet erledigt, spart Geld. Bei den meisten Finanzinstituten entfallen dadurch Gebühren für Überweisungen und Kontoführung, wenn das Guthaben einen gewissen Betrag, bei der Migros-Bank 7500 Franken, nicht unterschreitet, denn beides kostet bei Bankgeschäften am Schalter oder via Post.

Allerdings sorgen regelmässige Meldungen über Hackerangriffe und geplünderte Bankkonten für Verunsicherung. Teils zu Recht: Die Authentifizierung über die eigene Handynummer wurde geknackt. Wer sich am Computer einen Virus einfängt und diesen ebenfalls auf seinem Handy installiert, leitet die beim sogenannten «mTAN-Verfahren» von der Bank verschickte SMS unbemerkt an die Betrüger weiter. Diese greifen so auf Bankkonti zu und erbeuten Tausende von Franken. Albert Steck, Sprecher der Migros-Bank, bestätigt: «mTAN bietet keinen absoluten Schutz.» Die Zürcher Kantonalbank bestätigte Betrugsversuche gegenüber «20 Minuten».

Schadenfälle werden meistens kulant behandelt. Die Migros-Bank will sich diesen Problemen aber gar nicht erst aussetzen und bietet diese Authentifizierungsmöglichkeit deshalb nicht an. «Stattdessen verwenden unsere Kunden einen USB-Stick zum Login». Gewisse Sicherheitsvorkehrungen sind dennoch notwendig: Steck empfiehlt, den PIN-Code keinesfalls in der Nähe des USB-Sticks aufzubewahren, einen aktuellen Virenschutz zu nutzen und sämtliche vom Computer vorgeschlagenen Software-Updates zu installieren.

E-Banking ermöglicht sichere Bankgeschäfte

Wer dies beachtet, kann E-Banking bedenkenlos nutzen. Das gilt auch für Kunden anderer Banken. Betrugsversuche nehmen zwar zu, deren Erfolg jedoch ab. «Die Chance ist deutlich höher, einem Taschendiebstahl zum Opfer zu fallen, als beim E-Banking bestohlen zu werden.»

Autor: Reto Vogt