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03. Februar 2014

Seniorenbook

Facebook ist nur noch bei älteren beliebt
Facebook ist nur noch bei älteren beliebt (Bild: iStock Photo).

Die ganze Schweiz ist von Facebook besetzt. Die ganze Schweiz? Nein, unter 20-Jährige hören nicht auf, dem sozialen Netzwerk regen Widerstand zu leisten. Sie wandern seit drei Jahren in Scharen ab. Zu Instagram, Snapchat, Tumblr, Twitter und WhatsApp. Blicken wir deshalb den Tatsachen ins Auge: Facebook ist im Jahr seines zehnten Jubiläums so richtig uncool geworden.

Nichts davon mitgekriegt hat bis dato die Generation «Dumb Phone», also die Menschen, die mit ihrem Smartphone mehrheitlich telefonieren und SMSlen, statt über Apps zu kommunizieren. Facebook nutzen sie höchstens ein- bis zweimal pro Woche via Computer und merken deshalb gar nicht, wie schlecht die Apps für iPhone und Android mittlerweile geworden sind und wie wenig Kreativität die verbliebenen Nutzer versprühen. Sie stört nicht, dass Facebook mit den Jahren träge geworden und nicht für direkte Kommunikation ausgelegt ist. Es genügt ihnen, sich mit Bekannten zu vernetzen und sich wie zu Zeiten der E-Mail asynchron auszutauschen. Im Vordergrund stehen Informationen, Zeitungsartikel und lustige Spiele. Junge Menschen gamen auf dem Smartphone und informieren sich per Twitter – das geht schneller. Ausserdem: Weil zum zentralen Bestandteil ihrer Kommunikation Bilder gehören und innert Sekunden Schnappschüsse ausgetauscht werden wollen, zieht Facebook bei Teenagern den Kürzeren.

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Autor: Reto Vogt