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07. Januar 2013

Adrian Spring

Der 26-jährige Autor und Journalist hat dank einem Kurs an der New York Film Academy auch mal Erbarmen bei nicht perfekter Schärfe.

The Screensavers
«The Screensavers» – weil das Leben zu kurz ist für schlechte Filme und Serien! (Illustration Melk Thalmann)
Adrian Spring
Adrian Spring

Kino/Serienhintergrund
Filme und Serien begeisterten mich irgendwann so sehr, dass ich eine eigene DVD-Website ins Leben rief, auf der ich die Scheiben testete. Schliesslich reichte es mir nicht mehr, nur zu konsumieren, und darum besuchte ich an der New York Film Academy einen Filmemacherkurs. Seither habe ich Erbarmen, wenn die Schärfe nicht perfekt ist oder ein Mikrofon ins Bild huscht.
Ich kann nicht genug kriegen von/Ich sehe immer wieder gerne

SERIEN:
Allzeit-Lieblinge: Alias (Agenten! Drama! Irgendwelche Prophezeiungen!), Friends (wie könnte man Phoebe nicht lieben?), Lost (Epik im öffentlichen Fernsehen), Six Feet Under (das Ende gibt mir jedes Mal Gänsehaut ), Veronica Mars (mit der frechsten Serienheldin überhaupt)
Ebenfalls toll: die Dialoge von Game Of Thrones, John Noble in Fringe, Benedict Cumberbatch als Sherlock, die Wortgefechte im deutschen (!) Mein Leben und ich, der Familientratsch bei Brothers & Sisters (erinnert mich an die eigene Familie), die Detailversessenheit von Arrested Development, die Countrymusik im neuen Drama Nashville
Seichter, aber auch süchtig machend: The O.C., Gossip Girl, Glee

FILME:
Allzeit-Lieblinge: Eternal Sunshine Of The Spotless Mind (intelligent, verrückt, schön), Lord Of The Rings (dafür wurde das Kino erfunden), Moulin Rouge (einfach tragisch), Little Miss Sunshine (Tränen-lach-Garantie), Back To The Future (trotz nicht aufgehenden Zeitreisen), The Incredibles (tolle Story, tolle Regie, tolle Musik), The Emperor's New Groove (nie war Disney lustiger)
Ebenfalls toll: Alles aus dem Hause Pixar (die Autos ausgenommen), der moralische Konflikt in Minority Report, die Deprostimmung in Requiem For A Dream, der hoffnungszerschmetternde Never Let Me Go, Disney-Klassiker, allen voran Arielle mit der Ur-Synchronisation von Ute Lemper (die Neuauflage ist nicht zu gebrauchen)
Seichter, aber genauso unterhaltsam: die quirligen Charlie’s Angels
Jagen kann man mich mit
Allem mit schlechten Dialogen (sogar The Dark Knight Rises hatte da zu kämpfen), Crime-Serien mit ihren Wochenfällen, Schenkelklopfer mit Adam Sandler in der Hauptrolle, Hai-Alarm auf Mallorca (wobei er so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist), Dreamworks-Animation-Massenproduktionen und Horror, der nur auf Gemetzel und Geschnetzel aus ist
Und was ich sonst noch sagen wollte
Das Allerwichtigste, egal ob in Film oder Fernsehen: gut ausgearbeitete Figuren. Ich will mitfiebern, mitleiden und mich mit ihnen freuen.

Fotograf: Ueli Christoffel