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05. Dezember 2016

Schön maskiert

Die Gesichtspflege erfindet sich immer wieder neu. Sheet-, Weissmacher-, Kohle- und Schlamm-Masken machen derzeit in Zeitschriften und sozialen Medien von sich reden. Wie funktionieren die Beauty-Helfer und für welche Haut sind sie geeignet?

Sheet-Masken

Demi Moore
Hinter der Sheet-Maske verbirgt sich Schauspielerin Demi Moore.

Hinter der Sheet-Maske verbirgt sich Schauspielerin Demi Moore (Bilder: Instagram)

Übersetzt heisst «Sheet» zwar Blatt, doch es handelt sich weniger um Blätter, sondern vielmehr um hauchdünne Vlies- oder Baumwolltücher, die man sich am Stück aufs Gesicht legt. Augen-, Nasen- und Mundpartien bleiben frei. Die in Hightech-Wirkstoffe getränkten Masken sind zugeschnitten und spenden rasch viel Feuchtigkeit.

So wirds gemacht: «Sheet Masks» sind Einwegmasken und werden einzeln oder in Sechserpacks verkauft. Weil sie handlich und kompakt sind, lassen sie sich auch unterwegs (etwa im Flugzeug) anwenden. Auftragen, zehn Minuten einwirken lassen und den Rest mit einem Kleenex abtupfen.

Hauttyp: Trockene Haut, die einen Frischekick braucht.

Für den Smalltalk: In Korea sind «Sheet Masks» der letzte Schrei. Trendprodukte, die von dort stammen, nennt man «K-Beauty».

Kohle- und Schlammmasken

Shay Mitchell
Schauspielerin Shay Mitchell pflegt ihr Gesicht mit einer Schlammmaske.

Schauspielerin Shay Mitchell pflegt ihr Gesicht mit einer Schlammmaske.

Was die Grossmutter dereinst mit simpler Heilerde und etwas Wasser auf dem Gesicht verteilt hatte, kauft ihre hippe Enkelin nun online: Kohle im Gesicht lässt die Haut erstrahlen und Schlammmasken mit ätherischen Zusatzstoffen wie Teebaumöl oder Eukalyptus sollen helfen, unreine Haut zu beruhigen.

So wirds gemacht: Mit einem Pinsel dünn auf die T-Zone auftragen (Stirn und Nase) oder überall dort, wo Mitesser oder Bibeli lauern. Nur sparsam auf dem ganzen Gesicht verteilen. Wenn sich die schwarze Textur hellgrau gefärbt hat (nach zirka 10 bis 15 Minuten), spült man die Maske gründlich mit Wasser ab.

Hauttyp: unreine und beanspruchte Haut

Für den Smalltalk: Die Wunder-Wirkstoffe in den Kohle- und Schlammmasken heissen AHA- und BHA-Säuren. AHA ist Glykolsäure, BHA steht für Salicylsäure.

Weissmacher-Masken

Adriana Lima
Model Adriana Lima schätzt die Vorzüge der Weissmacher-Maske.

Model Adriana Lima schätzt die Vorzüge der Weissmacher-Maske.

Diese Masken sind in Weltregionen populär, wo eine helle ­Hautfarbe als Schönheits­ideal gilt – zum Beispiel in arabischen Ländern, in Indien oder in Südamerika. Die «Whitening Face Masks» sind auf chemischer Basis hergestellt. Mit Vitamin C (Ascorbinsäure) und Milchsäure wird gerötete Haut gebleicht. Auch Alters- oder Pigment­flecken können damit leicht aufgehellt werden.

So wirds gemacht: Wie normale Masken aufs Gesicht auftragen, 5 bis 15 Minuten einwirken lassen. Packungsbeilage lesen.

Hauttyp: fahle, gefleckte oder leicht gerötete Haut

Für den Smalltalk: Aufheller-Masken sind nicht unumstritten, viele überteuerte Produkte stehen unter Verdacht, nicht zu wirken. Die Sparvariante heisst: Selber­machen. Zitronensäure in Milch­pulver und Honig auf­lösen und auftragen. 

Autor: Martina Bortolani