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06. Januar 2014

Schneewandern und Thermalbaden

Aktive Wellness in Leukerbad, Vals oder Zuoz: Drei Tipps für erholsamere oder anstrengendere Schneepfade zu entspannten Bäderwelten im Wallis und in Graubünden.

Das Hotel Castell Zuoz
Eine der idealen Unterkünfte für Entspannungsbad und Winterwanderung: Das Hotel Castell Zuoz. (Bild zVg)

Skifahren und Snowboarden bleiben beliebt, Langlauf stösst regional auf reges Interesse, doch auch andere Winterbeschäftigungen kommen auf: Gerade Wellnessangebote an attraktiver Lage finden immer mehr Liebhaber. Viele von ihnen meiden zwar zwei Latten und im engeren Sinn sportliche Betätigung, wünschen jedoch unkomplizierte Bewegungsmöglichkeiten neben ein paar Schwimmzügen im Bad.

Gerade Winterwanderungen finden zunehmend Anklang. Sie lassen sich ohne grosses Material – abgesehen von gutem Schuhwerk und genügend warmer Bekleidung – durchführen, und immer mehr Tourismusvereine oder Gemeinden pfaden in der Schweiz längere und kürzere Strecken.
Migrosmagazin.ch stellt drei Orte vor, welche die Erlebnisse von Schneewanderung und Entspannungsbad ideal verbinden:
DER EINZIGE SAUMWEG IM WINTER: Über die Gemmi nach Leukerbad VS
Wer Lust auf eine längere Wanderung in idyllischer Umgebung hat, die noch dazu als einer der wichtigsten alten Saumpfade Bedeutung erlangte, wagt den Übergang von Kandersteg auf die Gemmi oberhalb von Leukerbad. Es ist die einzige frühere Wirtschaftsroute, die auch im Winter unterhalten wird und deshalb ohne Schneeschuh-Ausrüstung bequem begehbar bleibt. Dank den Seilbahnen zu Beginn und am Ende hält sich die Menge an zu leistenden Höhenmetern und damit die schweisstreibende Anstrengung in Grenzen. Handkehrum locken Einsichten in die alpine Landschaft und die Aussicht auf den Besuch des traditionellen Bäderorts Leukerbad.

BESCHRIEB: Los gehts mit der Seilbahn in Eggeschwand am Rand von Kandersteg hinauf nach Sunnbühl. Der Winterwanderweg führt in dreieinhalb bis vier Stunden erst weiter sanft hinauf zur Kantonsgrenze Bern/Wallis, später fast flach zum Berghotel Schwarenbach (ideale Gelegenheit zur Pause!) und dem zugefrorenen Daubensee entlang zur Gemmi Passhöhe. Hier geniesst man die Aussicht auf die Viertausender, ehe man mit der Seilbahn in den Kurort Leukerbad hinuntergondelt.

Unterkunft und Bad: Dort lockt eine Auswahl aus 30 (!) Thermalbädern. Heraus ragen in Sachen Angebot die Walliser Alpentherme & Spa Leukerbad.
Zur Übersicht auf der Leukerbad-SiteBEQUEMER HÖHENWEG DANK BERGBAHN: Von Vals GR zum Stausee
Die von Stararchitekt Peter Zumthor entworfene Therme Vals ist eines der beliebtesten Ziele von Bäderfreunden in der Schweiz ud weltbekannt, zudem liegt sie am Ende eines vom Massentourismus verschonten Bündner Tals – für Wanderungen ein Vorteil gegenüber grösseren und noch schneller erreichbaren Skistationen. Hier finden Schneefans mehrere Spazier- und auch längere Gehwege.
Der beliebteste Einstieg und ohne grössere Anstrengung zu absolvieren ist der zweistündige Panoramaweg zum Zerfreila-Stausee.

BESCHRIEB: Ausgangspunkt ist die Bahnstation Gadastatt (mit Imbissmöglichkeit auf der Terrasse, allerdings mit Skifahrern…) am Nordwesthang von Vals. Über Frunt gelangt man mit minimalen Höhenunterschieden zum Stausee Zerfreila und besichtigt nach Wunsch noch etwas weiter die hübsche Zerfreila-Kapelle. Als Abwechslung wandelt man zurück auf der Zerfreilastrasse direkt Richtung Dorf, trifft dann aber den einen oder anderen Schlittler an. Umso besser, liebt man selbst Schlitteln und kann ein Gerät mitbringen. Ansonsten dient auch der Ortsbus der Abkürzung ( zum Fahrplan ).

Unterkunft und Bad: Die Therme Vals sorgt für gepflegte Entspannung, nach Wunsch kann ab 11 Uhr auch nur dort gebadet und eine andere Unterkunft im Dorfzentrum gewählt werden. Dann empfehlen sich aber Reservationen bei der Therme Vals.
Zur Übersicht auf der Vals-SiteALTE BURGRUINE UND NEUES CASTELL: Ein Auf und Ab ins Zuozer Traditionshaus (GR)
Ebenfalls in Graubünden, genauer im Oberengadin, liegt das vor einigen Jahren stilvoll renovierte Hotel Castell Zuoz. Einer der malerischsten Engadiner Dorfkerne lohnt die spazierende Entdeckung - dazu das Castell mit seiner einmaligen Lage: Zugleich exponiert, dank südöstlichem Überblick übers Dorf, wie auch versteckt im Ansatz eines Seitentälchens. Es bietet vor allem eine wunderhübsche Hamam-Anlage mit Massage- und Behandlungsangeboten sowie hübsche Ess- und Barräume (letztere gestaltet von Pippilotti Rist). Als Entdeckungswanderung am sonnigeren Nordhang des Tals schlagen wir eine kürzere, an knapp 400 Höhenmetern aber nicht ganz harmlose Route vor.

BESCHRIEB: Mit dem Zug oder Bus fährt man von Zuoz nach Madulain. Dort ersteigt man bei wenig Schnee gleich oberhalb des westlichen Dorfendes den Hügel mit der Ruine Guardaval. Ansonsten muss die Ansicht der markanten Burgüberreste von Osten und später von oben her genügen. Die Hauptroute startet gleich westlich des Bahnhöfchens auf der ansteigenden Via Vallatscha und führt nach knapp 500 Metern auf dem Winterwanderweg in Serpentinen ohne Umwege ca. 300 Höhenmeter den Hang hinauf. Es folgt ein malerischer Höhenweg (Cuors San Gian bis Chaminedas) in östlicher Richtung, mit der Aussicht auf den Talboden und die südlichen Berge vom Piz Mezzaun bis zum Piz d‘Esan. Er nähert sich immer mehr dem Einschnitt des Seitentälchen Boschetta, das von fast 2500 m.ü.M. hinab zum Hotel Castell (etwas über 1850 m.ü.M.) verläuft. Die Wanderung dauert an die zwei Stunden und kann vorbei am unteren Ende des Pizzet-Skilifts um knapp eine halbe Stunde bis ins Zuozer Zentrum verlängert werden.

Unterkunft und Bad: Die Website des Castell Zuoz
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Autor: Reto Meisser