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09. Dezember 2013

Schneeberge an der Grenze

Vom südlichen (Hoch-)Gebirge zum idyllischen Jurahügel im Norden: Drei weitere Vorschläge für Skitouren an der Landesgrenze; im Wallis, Jura und Tessin.

Das Ofenhorn von Norden
Das Ofenhorn von Norden gesehen, der Aufstieg über den Gletscher erfolgt auf der südöstlichen Seite. (Bild skitouren.ch)

Die Übersicht auf 3300 Meter: DAS OFENHORN
Wer eine Tour mit Gletscherpartien sucht und möglichst hoch hinaus will, aber nicht der erprobte Hochgebirgstourengänger ist, findet im Binntal mit der Besteigung des Ofenhorns ein ideales Ziel. Allerdings muss dafür ein Führer organisiert werden, denn die Gletscherroute über das Hohsandjoch zur Ostseite der Punta d’Arbola (italienisch für Ofenhorn) weist für Uneingeweihte gegen Ende durchaus heikle Stellen auf. Ansonsten eignet sich die Tour mit Anreise durch das schöne Binntal auch für mittelmässig Sportliche (etwa ins empfehlenswerte Hotel Ofenhorn in Binn). Über die Häuschen von Masshitta/Steihitta erreicht man die Mittlebärghütte (2400 m ü.M.). Frühmorgens gehts dann analog dem Sommerwanderweg aufs Hohsandjoch, weiter in einer grosszügigen Schlaufe aufs Ofenhorn. Hier steht man exakt auf der Grenze zu Italien. Speziell ist die Sicht auf die hohen Gipfel des Wallis und die angrenzenden Spitzen Norditaliens und des Berner Oberlands.
Beispiel-Bericht auf Skitouren.ch Die Dachterrasse der Sonnenstube: MONTE GAMBAROGNO
Weniger in die Höhe und mit wenigen Stunden weitaus kürzer fällt der Ausflug auf den imposanten Hausberg zwischen Locarnese und Ceneri-Südseite aus. Anders als das Maggia- oder Verzascatal und die südlichsten Schweizer Berge um den Monte Generoso kennt ausser den Anwohnern und ein paar Wanderfans kaum jemand das allein stehende Gambarogno-Massiv, das bis auf gut 1700 m ü.M. hinaufreicht. Zuoberst entlöhnt ein Rundumblick bis zu den Engadiner Spitzen Bernina, Roseg oder Disgrazia, zudem stets wechselnde Ansichten des Lago Maggiore mit den Brissago-Inseln oder der Magadinoebene. Der Gambarogno befindet sich direkt an der italienischen Grenze, bei geschicktem Routenplan kann die Grenze mehr als einmal überschritten oder -fahren werden.
Liegt wenig Schnee, wählt man besser die Schneeschuhe, sonst wahlweise auch die längeren Latten.
Der Bus fährt bis Indemini, zur Pass-Haltestelle Alpe die Neggia. Von dort gehts kaum einmal 400 Höhenmeter und nur drei Stunden zum Kreuz auf knapp 1700 Metern und schliesslich weiter zum höchsten Punkt des Gambarogno.
Beispiel-Bericht auf hikr.org oder zwei andere Vorschläge (mit dem Monte Tamaro) auf skitouren.chDie Schneehügel im Westen: LE SUCHET
Ein für fast alle Deutschschweizer noch unentdecktes Gebiet stellen etwas nordwestlich von Baulmes die Hügel an der Grenze zu Frankreich dar. Neben den bei Waadtländern noch bekannteren Aiguilles de Baulmes – eher ein pures Wander- und auf ein bis zwei Routen Schneeschuhparadies – sei hier speziell der Le Suchet empfohlen. Sein Gipfel liegt mit knapp 1600 m ü.M. bloss gut ein Kilometer Luftlinie vom nächsten französischen Punkt in der Talenge des Nerveau entfernt, der Blick weiter über die Jurahügel im Westen gehört neben der Aussicht auf den Mittellandausläufer und die Gebirgszüge des Wallis und des angrenzenden Savoyens zu den Highlights des Ausflugs.
Für Kundige ist der Aufstieg von Baulmes über den Nordostgrat attraktiv, wenn der Schnee nicht meterhoch liegt. Die entspannte Abfahrt hinunter ins Couloir führt einem kleinen Skilift entlang. Ansonsten gibts auch bequeme Wege aus dem Süden auf die Krete.
Beispiel-Bericht auf Skitouren.ch NOCH MEHR INFOS

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Autor: Reto Meisser